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Auf dem Bild v.l.n.r.: Kreisarchivar Christian Lonnemann, Martin Koers (Co-Leiter Gedenkstätte Esterwegen), Landrat Uwe Fietzek, Landrat und Vorstandsvorsitzender der Stiftung Gedenkstätte Esterwegen Marc-André Burgdorf, Dr. Sebastian Weitkamp (Co-Leiter Gedenkstätte Esterwegen) und Kreisrätin Gunda Gülker-Alsmeier bei der Unterzeichnung des Kooperationsrahmenvertrages zwischen dem Landkreis Grafschaft Bentheim und der Gedenkstätte Esterwegen.
Auf dem Bild v.l.n.r.: Kreisarchivar Christian Lonnemann, Martin Koers (Co-Leiter Gedenkstätte Esterwegen), Landrat Uwe Fietzek, Landrat und Vorstandsvorsitzender der Stiftung Gedenkstätte Esterwegen Marc-André Burgdorf, Dr. Sebastian Weitkamp (Co-Leiter Gedenkstätte Esterwegen) und Kreisrätin Gunda Gülker-Alsmeier bei der Unterzeichnung des Kooperationsrahmenvertrages zwischen dem Landkreis Grafschaft Bentheim und der Gedenkstätte Esterwegen.

10. Mai 2022

Landkreis Grafschaft Bentheim und Gedenkstätte Esterwegen gehen Kooperation ein

Der Landkreis Grafschaft Bentheim schlägt ein neues Kapitel bei der Aufarbeitung der Geschichte der sogenannten „Emslandlager“ auf. Drei dieser Lager, in denen das nationalsozialistische Regime zwischen 1939/40 und 1945 Gegner und später Kriegsgefangene internieren ließ, befanden sich in Alexisdorf (heute Neugnadenfeld), Bathorn und Wietmarschen (Füchtenfeld). Die dunkle Geschichte dieser Einrichtungen weist bis heute noch immer Lücken auf. Das soll sich nun ändern. Im Rahmen der Erinnerungskultur zur regionalen Geschichte des Nationalsozialismus arbeitet der Landkreis Grafschaft Bentheim künftig intensiver mit der Gedenkstätte Esterwegen zusammen. Einen entsprechenden Kooperationsvertrag haben Landrat Uwe Fietzek und sein emsländischer Amtskollege Marc-André Burgdorf, der zugleich Vorstandsvorsitzender der Stiftung Gedenkstätte Esterwegen ist, unterzeichnet.

„Es ist unsere historische Verpflichtung, das in den drei Lagerstandorten geschehene Unrecht aufzuarbeiten und uns der Dimensionen dieser schrecklichen Verbrechen bewusst zu werden. Unzählige Menschen sind durch Hunger und Zwangsarbeit fernab ihrer Heimat auch in unserer Region zu Tode gekommen. Wir hoffen, den Opfern des NS-Regimes zumindest einen Teil ihrer Würde zurückgeben zu können“, macht Landrat Uwe Fietzek deutlich. Mit der Gedenkstätte Esterwegen stehe dem Landkreis ein äußerst kompetenter und erfahrener Partner zur Seite. „Wir sind froh, derartige Spezialisten in der Region zu haben, die sich der Aufarbeitung mit viel Sachverstand und Engagement widmen. Ihre Arbeit ist von unschätzbarem Wert“, richtet Fietzek seinen Dank an Landrat Burgdorf und die Mitarbeitenden der Gedenkstätte Esterwegen um die beiden Leiter Dr. Sebastian Weitkamp und Martin Koers.

Landrat Burgdorf ergänzt: „Die Gedenkstätte Esterwegen ist ins Leben gerufen worden, um Erinnerungskultur zu gestalten und die nationalsozialistische Vergangenheit als Mahnung in die Gegenwart zu transportieren. Der Vertrag zwischen der Gedenkstätte und dem Landkreis Grafschaft Bentheim besiegelt eine weitere wichtige Zusammenarbeit und vergrößert das Netzwerk von Kooperationen zwischen der Gedenkstätte und vielen weiteren Einrichtungen, Körperschaften und Institutionen. Insofern ist der Kooperationsvertrag mit der Grafschaft Bentheim ein wichtiger Bestandteil im Netzwerk der Gedenkstätte Esterwegen für die Aufarbeitung des Nationalsozialismus in der Region.“

Der nun geschlossene Vertrag regelt die künftige Zusammenarbeit und stellt die Basis für einzelne Projekte dar. „Angedacht sind u.a. gemeinsame Forschungsprojekte und Veranstaltungen. Ein erster Schritt wird die Erstellung einer online-Datenbank zu vielen tausend Opferschicksalen sein“, schildert Co-Leiter Martin Koers das weitere Vorgehen bei der praktischen Umsetzung der Kooperation. Weiterhin seien die Entwicklung einer Themenroute und einer dazugehörigen Broschüre vorgesehen. „Eine besondere Herausforderung liegt für alle Beteiligten darin, dass wir die damaligen Ereignisse nicht nur aufarbeiten und das Unrecht benennen, sondern unsere Forschungsergebnisse auch an die Bürgerinnen und Bürger vermitteln wollen“, erklärt Kreisarchivar Christian Lonnemann. Hier gelte es, gemeinsam geeignete Maßnahmen zu entwickeln.

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