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Ein leuchtendes Blaulicht
Ein leuchtendes Blaulicht

21. September 2026

Katastrophenschutzübung in der Grafschaft: 1.000 Einsatzkräfte trainieren am 10. Oktober für den Ernstfall

Ein großflächiger Waldbrand in Itterbeck, Hochwasser in der Nordhorner Innenstadt und ein Gefahrgutunfall am Bahnhof in Bad Bentheim: Diese drei Alarmierungen werden am 10. Oktober 2026 zahlreiche Einsatzkräfte im Landkreis Grafschaft Bentheim in Atem halten. Für Bürgerinnen und Bürger besteht allerdings kein Grund zur Sorge, auch wenn etliche Einsatzfahrzeuge mit Martinshorn und Blaulicht unterwegs sein und mehrere Hubschrauber über der Grafschaft kreisen werden. Denn an diesem Samstag im Oktober steht ab 8 Uhr eine großangelegte Vollübung des Katastrophenschutzes auf dem Programm. „Das ist die größte Katastrophenschutzübung, die wir in der Grafschaft als Untere Katastrophenschutzbehörde jemals umgesetzt haben. Auch landesweit zählt die Übung in dieser Form zu den größten. Rund 1.000 Einsatzkräfte verschiedener Organisationen werden über mehrere Stunden hinweg für den Ernstfall trainieren. Beteiligt sind neben unseren örtlichen Kräften auch zentrale Einheiten des Landes Niedersachsen, Katastrophenschutzeinheiten aus Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen sowie niederländische Einsatzkräfte“, ordnet Landrat Uwe Fietzek die Dimensionen der Vollübung ein. Ziel ist es, die Zusammenarbeit aller alarmierten Behörden, Stäbe und Einsatzkräfte unter realistischen Bedingungen zu erproben und die Grafschaft bestmöglich auf Katastrophenereignisse vorzubereiten.

Im Mittelpunkt der Übung stehen drei Einsatzszenarien mit Großschadenslagen, die in vergleichbarer Form auch in der Realität auftreten können. Die Einsatzorte konzentrieren sich dabei auf die Gemeinde Itterbeck sowie die Städte Nordhorn und Bad Bentheim. „Details zu den Szenarien können wir im Vorfeld nicht preisgeben, da die Einsatzkräfte natürlich noch nicht wissen sollen, was genau auf sie zukommt. Ich kann aber sagen, dass die Szenarien so realistisch wie möglich umgesetzt werden. Beim Waldbrandszenario werden etwa Rauchschwaden zu sehen sein. Zudem sind zahlreiche Statistinnen und Statisten eingebunden, die beispielsweise verletzte Personen darstellen“, berichtet die für den Katastrophenschutz zuständige Dezernentin Dr. Elke Bertke.

Keine Gefahr für die Bevölkerung, aber zeitweise Beeinträchtigungen möglich

Auch wenn der Anblick zahlreicher Einsatzkräfte anderes vermuten lässt: Für die Bevölkerung besteht keine Gefahr. Während der Übung müssen Bürgerinnen und Bürger allerdings mit Verkehrsbehinderungen und zeitweisen Beeinträchtigungen rechnen. So sind in Itterbeck am 10. Oktober 2026 zwischen 8 und 15 Uhr der Kirchweg, der Hooge Weg und die Landerlebnisroute nach Uelsen gesperrt. In Nordhorn ist an diesem Tag der Mühlendamm zwischen dem „Café Extrablatt“ und dem „Gecco Gasthouse“ ebenfalls gesperrt. Rund um den Vechtesee muss zudem mit kurzzeitigen Behinderungen gerechnet werden, insbesondere in Höhe des „Pier 99“.

Vorbereitung der Vollübung ist immenser Kraftakt

Die Planungen für die Vollübung sind bereits im vergangenen Jahr gestartet. Seit Monaten trifft sich regelmäßig ein Vorbereitungsteam aus Vertreterinnen und Vertretern der Abteilung Bevölkerungsschutz unter der Leitung Thomas Heinrich und der Projektleitung von Matthias Woltering sowie der Grafschafter Kreisfeuerwehr. Fachlich begleitet wird das Team von der Firma HCT Stabsschulung. „Neben den operativ-taktischen Einheiten werden auch der Katastrophenschutzstab des Landkreises sowie die Technische Einsatzleitung beübt. Im Kreishaus sind also noch einmal zusätzlich 100 Personen beteiligt. Diese Übung auszuarbeiten und nun in die Praxis umzusetzen ist ein immenser Kraftakt – dahinter steckt sehr viel Arbeit“, macht Dezernentin Bertke deutlich. Sie dankt dem Vorbereitungsteam sowie den Übungsleitungen der Feuerwehren aus Itterbeck, Nordhorn und Bad Bentheim für die umfangreiche Arbeit im Vorfeld der Übung.

Weitere Informationen veröffentlicht der Landkreis in den Tagen vor der Vollübung auf der Seite www.grafschaft-bentheim.de/bevoelkerungsschutz. Dort erfahren Interessierte dann unter anderem, von welchen Aussichtspunkten aus sich die Arbeit der Einsatzkräfte gut beobachten lässt.

Key Visual Katastrophenschutzübung

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