Zum Inhalt (Access key c)Zur Hauptnavigation (Access key h)Zur Unternavigation (Access key u)
Vorlesen

Google Translate

Mit Google Translate kann diese Webseite in andere Sprachen übersetzt werden. Wenn Sie eine Sprache auswählen, rufen Sie Inhalte auf Google-Servern ab. Der Webseitenbetreiber hat keinen Einfluss auf die Verarbeitung Ihrer Daten durch Google. Wenn Sie nicht möchten, dass Ihre Daten an Google übermittelt werden, schließen Sie dieses Fenster mit einem Klick auf "X".

Um die Sprachwahl nutzen zu können, müssen Sie zunächst das Laden von externen Komponenten erlauben.

Datenschutzhinweis

Unsere Webseite nutzt externe Komponenten (Youtube-Videos, Google Maps, OpenStreetMaps, Matomo). Diese helfen uns unser Angebot stetig zu verbessern und Ihnen einen komfortablen Besuch zu ermöglichen. Durch das Laden externer Komponenten, können Daten über Ihr Verhalten von Dritten gesammelt werden, weshalb wir Ihre Zustimmung benötigen. Ohne Ihre Erlaubnis, kann es zu Einschränkungen bei Inhalt und Bedienung kommen. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Visualisierung des Lernzentrums des Campus Berufliche Bildung in Nordhorn. (Quelle: potgeter+wefelshütten architektur gmbh)
Visualisierung des Lernzentrums des Campus Berufliche Bildung in Nordhorn. (Quelle: potgeter+wefelshütten architektur gmbh)

10. Juli 2025

Landkreis hat Millionen-Auftrag vergeben: Unternehmen Büter baut Lernzentrum des CBB in Nordhorn

Der Auftrag, das Lernzentrum des Campus Berufliche Bildung (CBB) in Nordhorn zu bauen, geht in die Grafschaft Bentheim: Den Zuschlag für die Umsetzung des rund 4,6 Millionen Euro teuren Bauvorhabens hat das Bauunternehmen Büter aus Ringe erhalten. Der Neubau auf dem Gelände der Berufsbildenden Schulen am Bölt erfolgt dabei in Form eines Öffentlich-Privaten Partnerschaftsmodells (ÖPP-Inhabermodell). Als Totalunternehmen ist Büter verantwortlich für die gesamte Realisierung des Vorhabens. Für die Planung dieses besonderen Projektes hat Büter das Architekturbüro potgeter+wefelshütten aus Nordhorn mit ins Boot geholt. „In einem europaweiten Vergabeverfahren haben Sie sich gegen starke, überregionale Konkurrenz durchgesetzt. Das zeigt, wie leistungsfähig unsere heimische Wirtschaft ist“, macht Erste Kreisrätin Sandra Cichon bei der offiziellen Vertragsunterzeichnung deutlich. „Wir freuen uns über das Vertrauen und dass wir erneut als Partner für den Landkreis tätig werden dürfen“, sagt Gerrit Büter, Inhaber und einer der beiden Geschäftsführer des Bauunternehmens. Büter hat in der Vergangenheit beispielsweise den Bau des Sportzentrums DinkelDuo für den Landkreis Grafschaft Bentheim als ÖPP-Projekt umgesetzt.

Konzeption bildet Grundlage des Lernzentrums

Das Lernzentrum des CBB stellt neben den dezentralen Lernzentren und dem Innovationszentrum eine der drei Säulen des derzeit größten Bildungsvorhabens des Landkreises dar. Die Konzeption für das Lernzentrum ist im Rahmen eines umfangreichen Beteiligungsprozesses erarbeitet worden. Dieses versteht das Lernzentrum als Ort des selbstorganisierten Lernens, der beruflichen Orientierung und Fortbildung sowie der Begegnung zwischen Wirtschaft, Schulen, Schülerinnen, Schülern und Auszubildenden. Beratungs- und Coaching-Angebote sollen das Lernen unterstützen. „Nach den aufwendigen Vorbereitungen im Hintergrund, die bis in das Jahr 2021 zurückreichen, stehen wir nun an einem bedeutenden Punkt: Anders als sonst, wo die Nutzung sich an bestehenden Räumlichkeiten orientiert, haben wir jetzt eine Konzeption vorliegen, die gewissermaßen in neue Räumlichkeiten ‚übersetzt‘ werden muss. Das ist ein spannender Prozess“, so Cichon.

So soll das neue Lernzentrum aussehen

Mit der Auftragsvergabe steht nun auch fest, wie das Lernzentrum später aussehen wird. Der Neubau präsentiert sich als eingeschossiges, eigenständiges Bauwerk, das mit seiner flachen Bauweise und dem strahlenförmigen Grundriss gestalterische Elemente des benachbarten Mensagebäudes aufnimmt. Die Fassade besteht aus Backstein und orientiert sich farblich am Bestand. Durch eine aufhellende Beschichtung (Schlämme) wirkt es allerdings heller und leichter als die Bestandsgebäude. „Der Entwurf des Architekturbüros hat uns voll und ganz überzeugt. Die Integration des Neubaus in das Spannungsfeld der vorhandenen, durchaus prägnanten Bebauung unserer Berufsbildenden Schulen ist überaus gelungen und durchdacht. Das Lernzentrum grenzt sich klar ab, fügt sich aber zugleich harmonisch ein – hier wird erkennbar, dass es sich um etwas Besonderes handelt. Zudem ist die Raumplanung sehr flexibel und hält uns alle Optionen offen. Das ist wichtig, da wir heute noch nicht wissen können, wie sich das Lernen künftig entwickeln wird“, gerät Landrat Uwe Fietzek ins Schwärmen, als die Entwürfe des Architekturbüros der Steuerungsgruppe des CBB vorgestellt werden.

Multifunktionssaal bildet Herzstück des Lernzentrums

Das ebenerdige Gebäude ist rund 740 Quadratmeter groß und gliedert sich in drei Bereiche: ein großer, flexibel nutzbarer Veranstaltungsraum, ein Trakt mit Arbeits- und Besprechungsräumen und eine Großtagespflege. Herzstück des Entwurfes ist der Multifunktionssaal, der bereits vom Eingangsbereich aus zu sehen ist. Zur Mitte hin ist der Saal doppelgeschossig erhöht und wirkt durch seitliche Fenster besonders licht und offen. Durch seine variable Möblierung eignet sich der Raum für die Durchführung verschiedenster Lernformate und Veranstaltungen. Sitzend finden hier bis zu 120 Gäste Platz.

Das neue Gebäude steht für eine nachhaltige Baukultur. Es wurde so geplant, dass es langfristig nutzbar ist – ganz gleich, wie sich die Nutzungsanforderungen oder auch die klimatischen Bedingungen verändern. Eine sehr gute Wärmedämmung senkt den Energieverbrauch und die Energie für die Heizung wird durch die Nutzung von Luftwärmepumpen erneuerbar bereitgestellt. Zudem sind alle Flachdächer des Lernzentrums begrünt. Solaranlagen können später nachgerüstet werden.

Das sind die nächsten Schritte

„Es freut uns sehr, dass wir im Ausschreibungsverfahren mit unserem Entwurf überzeugen konnten und dieses Leuchtturmprojekt als lokales, fest in der Grafschaft Bentheim verwurzeltes Architekturbüro zusammen mit der ebenfalls in der Grafschaft verwurzelten Firma Büter umsetzen dürfen. Hinter dem Projekt steckt jetzt viel Dampf“, erklärt Architekt Dr. Wilko Potgeter vom Büro potgeter+wefelshütten. Denn der Zeitplan für den Bau des Lernzentrums ist straff: Aktuell arbeitet das Architekturbüro mit Hochdruck am Bauantrag, der bereits in der kommenden Woche bei der Stadt Nordhorn eingereicht werden soll. Der Spatenstich für den Neubau ist für Dezember 2025 vorgesehen. Die eigentliche Bauphase schließt sich im kommenden Jahr an. Das fertige Gebäude soll bis zum 31. Oktober 2026 an den Landkreis übergeben werden.

Erste Kreisrätin Sandra Cichon und Büter-Geschäftsführer Mike Ruppelt bei der Vertragsunterzeichnung für den Bau des Lernzentrums.

Diese Meldung teilen