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23. Juni 2022

Regionale Gleichstellungsbeauftragte befassen sich mit Transgeschlechtlichkeit

Zu einer Fortbildung mit dem Thema „Trans*Gender in der Gleichstellungsarbeit“ haben sich die kommunalen Gleichstellungsbeauftragten der Region Weser/Ems-Süd getroffen. An der Fortbildung hat auch die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Grafschaft Bentheim, Linda Borchers, teilgenommen: „Obwohl wir uns im Arbeitsalltag oft mit dem Thema in der Theorie beschäftigen, wurden auch viele Aspekte angesprochen, die zukünftig in der praktischen Arbeit berücksichtigt werden." Anlass waren die weltweiten Aktionen zum „Pride Month“ im Juni.

Die Gleichstellungsbeauftragten der Region Weser/ Ems-Süd nahmen an einer Fortbildung zum Thema „Trans*Gender in der Gleichstellungsarbeit" teil (Gruppenbild).

Fortbildung anlässlich der Aktionen zum „Pride Month“ im Juni

Das Seminar wurde von Freyja Pe* von Rüden und Markus Chmielorz geleitet. Beide sind für die Trans*Beratung Weser-Ems des Trans*Recht e.V. tätig. Die Trans*Beratung Weser-Ems ist eine der wenigen hauptamtlich arbeitenden Beratungsstellen im ländlichen Raum. Von Rüden und Chmielorz informierten die Gleichstellungsbeauftragten über zentrale Begriffe und Definitionen im Zusammenhang mit Transgeschlechtlichkeit. Außerdem ging es um die Bedeutung gendersensibler Sprache. Dazu gehört unter anderem der Einsatz des sogenannten Gendersternchens als Platzhalter für alle Geschlechtsidentitäten in der Schriftsprache.

Ein weiterer wichtiger Themenbereich für die Arbeit der Gleichstellungsbeauftragten war die rechtliche Einordung der Transgeschlechtlichkeit. Laut Rechtsprechung fällt die Diskriminierung aufgrund von Transgeschlechtlichkeit unter das allgemeine Gleichbehandlungsgesetz. Solche Fälle gehören daher auch zum Aufgabenbereich der kommunalen Gleichstellungsbeauftragten.

„In den vergangenen Jahren ist das Thema Transgender in der Öffentlichkeit zunehmend sichtbarer geworden“, sagt Anja Milewski, die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Nordhorn und die Regionalkoordinatorin der kommunalen Gleichstellungsbeauftragten der Region Weser/Ems-Süd, die zur Fortbildung eingeladen hat. Jedes Jahr würden in der Region rund 50 Personen ihren amtlichen Geschlechtseintrag ändern lassen. Die Akzeptanz der Gesellschaft für Menschen, die sich als transsexuell oder trans* bezeichnen, sei glücklicherweise ebenfalls gestiegen.

Dass Diskriminierungserfahrungen für Transpersonen aber nach wie vor Alltag sind, stellten von Rüden und Chmielorz eindrucksvoll dar. Trotz überdurchschnittlicher Bildung hätten sie im Schnitt niedrigere Einkommen. Ausgrenzung am Arbeitsplatz sei ebenfalls ein Thema. In einigen Betrieben sollen Transpersonen keinen Kontakt mit den Kundinnen und Kunden haben. Auch Kündigungen aufgrund von Transgeschlechtlichkeit seien bereits vor Gericht gelandet. „Es ist ein wichtiges Themenfeld, mit dem sich die kommunalen Gleichstellungsbeauftragten auseinandersetzen müssen“, stellt Linda Borchers fest.

Weitere Informationen und Kontakte zu Beratungsstellen vermittelt Linda Borchers unter 05921 961410 oder per E-Mail an linda.borchers@grafschaft.de.

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