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Drohnenaufnahme: Mitglieder des Katastrophenschutzstabes des Landkreises Grafschaft Bentheim und der Grafschafter Kreisfeuerwehr stehen auf dem Gelände der FTZ in Nordhorn vor vier Einsatzfahrzeugen der Feuerwehr.
Drohnenaufnahme: Mitglieder des Katastrophenschutzstabes des Landkreises Grafschaft Bentheim und der Grafschafter Kreisfeuerwehr stehen auf dem Gelände der FTZ in Nordhorn vor vier Einsatzfahrzeugen der Feuerwehr.

02. September 2026

Grafschafter Katastrophenschutzstab blickt hinter Kulissen der Kreisfeuerwehr

„In der Krise Köpfe kennen“ – dieser Leitgedanke ist für die Mitglieder des Katastrophenschutzstabes des Landkreises Grafschaft Bentheim essentiell. Im Ernstfall zählt jede Minute und umso entscheidender ist es für sie zu wissen, wer die richtigen Ansprechpersonen bei den Hilfs- und Rettungsorganisationen sind, aber auch welche Strukturen dort greifen und welche technischen Ressourcen vorhanden sind. Die Kreisverwaltung setzt daher auf einen regelmäßigen Austausch zwischen dem Katastrophenschutzstab und den Einrichtungen des Bevölkerungsschutzes. Die Stabsmitglieder besuchten jetzt die Feuerwehrtechnische Zentrale (FTZ) an der Wietmarscher Straße in Nordhorn. Dort machten sie sich nicht nur mit den Aufgaben der FTZ vertraut, sondern bekamen auch Einblicke in die Aufgaben und Einsatzmittel der Grafschafter Kreisfeuerwehr.

Die FTZ ist die zentrale Schnittstelle für alle Freiwilligen Feuerwehren im Kreisgebiet. Fünf Mitarbeitende sorgen dort dafür, dass die Ausrüstung der 22 Ortsfeuerwehren und der Kreisfeuerwehr jederzeit einsatzbereit ist – von der Schlauchpflege über die Wartung von Atemschutzgeräten bis hin zur technischen Betreuung der Einsatzfahrzeuge. In einer eigenen Kfz-Werkstatt werden die kreisweit mehr als 100 Feuerwehrfahrzeuge gewartet und jährlich überprüft. Aber auch die gesamte technische Ausstattung der Feuerwehren kommt zur Wartung in die FTZ. Auf dem Gelände finden zudem Ausbildungslehrgänge für die Freiwilligen Feuerwehren statt.

Neben dem Team der FTZ stellte sich die Grafschafter Kreisfeuerwehr mit Kreisbrandmeister Daniel Loehrke vor. Dabei standen insbesondere die Aufgaben, Arbeitsabläufe und Ausstattung der beiden Katastrophenschutzeinheiten „Feuerwehrbereitschaft Niedersachsen“ und „Fachmodul Vegetationsbrandbekämpfung“ sowie des Gefahrstoffzugs der Kreisfeuerwehr im Fokus. Mehr als zehn Einsatzfahrzeuge lernten die Mitglieder des Katastrophenschutzstabes aus nächster Nähe kennen, darunter verschiedene Löschgruppenfahrzeuge, Gerätewagen und den CBRN-Erkunder, der bei Einsätzen mit chemischen, biologischen, radiologischen oder nuklearen Gefahren zum Einsatz kommt.

Das ist der Katastrophenschutzstab des Landkreises

Der Katastrophenschutzstab des Landkreises setzt sich aus rund 100 Mitgliedern zusammen. Bei einer Großschadenslage oder in einer Krise entscheidet der Landrat darüber, ob der Katastrophenfall ausgerufen wird. In diesem Fall übernimmt der Katastrophenschutzstab die Gesamtkoordination und ist verantwortlich tätig. Die Städte und Gemeinden sind ihm dann untergeordnet. Neben Beschäftigten des Landkreises unterstützen weitere Behörden und Hilfsorganisationen den Stab. Eine Schicht besteht aus rund 30 Personen. Geplant wird in drei Schichten, um einen vielleicht erforderlichen Dauerbetrieb über eine längere Zeit gewährleisten zu können. Regelmäßige Schulungen und Übungen bereiten die Stabsmitglieder auf den Ernstfall vor. 

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