
12. Juni 2026
Rückwirkende Förderung von Forschungs- und Entwicklungsprojekten
Viele Unternehmen kennen die Situation: Eine Idee entsteht im betrieblichen Alltag, erste Lösungsansätze werden entwickelt, getestet und optimiert – und schon befindet man sich mitten in einem Forschungs- und Entwicklungsprojekt. Für viele klassische Förderprogramme ist es dann häufig bereits zu spät, weil diese vor Projektbeginn beantragt werden müssen.
Genau hier setzt das Forschungszulagengesetz an. Es bietet Unternehmen die Möglichkeit, Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten steuerlich fördern zu lassen – ohne thematische Einschränkung und unabhängig davon, ob das Vorhaben am Ende wirtschaftlich erfolgreich ist. Besonders interessant: Eine Förderung ist nicht nur für zukünftige Entwicklungsarbeiten möglich, sondern auch für bereits laufende oder abgeschlossene Projekte.
Um die Möglichkeiten der Forschungszulage vorzustellen, laden die Wirtschaftsförderung des Landkreises Grafschaft Bentheim und das Steinbeis Transferzentrum Grafschaft Bentheim zu einem kostenlosen Infotermin ein. Die Veranstaltung unter dem Titel „Rückwirkende Förderung von Forschung & Entwicklungs-Projekten“ findet am 23. Juni 2026 (Dienstag) um 17:30 Uhr im NINO-Hochbau in Nordhorn, Raum NINO, statt. Die Dauer beträgt etwa zwei Stunden.
„Viele Grafschafter Unternehmen entwickeln im Alltag innovative Lösungen, ohne diese Aktivitäten als Forschung und Entwicklung einzuordnen. Die Veranstaltung hilft, diese Aktivitäten zu identifizieren und zeigt auf, welche praktischen und unbürokratischen Fördermöglichkeiten sich daraus ergeben können“, erklärt Ralf Hilmes, Leiter der Wirtschaftsförderung Landkreis Grafschaft Bentheim.
Im Rahmen der Veranstaltung werden die Voraussetzungen, Fördermöglichkeiten sowie der Ablauf der Antragstellung praxisnah und verständlich erläutert. Die Teilnehmenden erhalten einen kompakten Überblick darüber, welche betrieblichen Entwicklungsarbeiten förderfähig sein können, wie das Antragsverfahren funktioniert und worauf Unternehmen bei der Beschreibung ihrer Forschungs- und Entwicklungsprojekte achten sollten.
Referent ist Wolfgang Müller vom Steinbeis Transferzentrum Infothek mit Standorten in Emstek und Villingen-Schwenningen. Er ist seit über 35 Jahren in den Bereichen Innovationsmanagement, Schutzrechte und technologieorientierte Förderung tätig. Müller begleitet und unterstützt Unternehmen bei der Umsetzung und Förderung von Innovationsprojekten.
Ergänzt wird der Fachvortrag durch Erfahrungsberichte aus der Praxis. Unternehmen aus der Grafschaft Bentheim berichten über eigene Forschungs- und Entwicklungsprojekte und ihre Erfahrungen mit der Forschungszulage.
Geplant sind unter anderem Beiträge von:
- Naber GmbH Nordhorn – Ralf Brümmer, Geschäftsführer
FuE-Projekt: Entwicklung eines klebefreien Luftkanalsystems mit Universalverbinder und optimierter Geometrie
- DI-SYNC-Solutions GmbH Bad Bentheim – Dimitris Dimitriadis, Geschäftsführer
FuE-Projekt: Digitalisierung von Prozessen am POS (Point of Sale) in der Fashion-Branche
Die Veranstaltung richtet sich an kleine und mittelständische Unternehmen, Handwerksbetriebe, Industrieunternehmen sowie technologieorientierte Dienstleister, die eigene Produkte, Verfahren, technische Lösungen oder digitale Prozesse entwickeln, testen oder optimieren.
Anmeldungen werden über den Veranstaltungskalender des Landkreises entgegengenommen. Bei Rückfragen steht Uwe Fritsch vom Steinbeis Transferzentrum Grafschaft Bentheim unter05921 961571 oder nfstzgbd zur Verfügung.