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Bunte Figuren aus Papier halten sich an den Händen und bilden einen Kreis
Bunte Figuren aus Papier halten sich an den Händen und bilden einen Kreis

23. Dezember 2025

Mentoring-Programm: Seniorinnen und Senioren für ehrenamtliche Ausbildungsbegleitung gesucht

Der Start in die Arbeitswelt verläuft nicht immer glatt. Zu viel Stress, Probleme in der Berufsschule, Konflikte im Ausbildungsbetrieb oder schlicht und einfach fehlende Motivation – die Gründe, warum junge Menschen ihre Ausbildung abbrechen, sind vielfältig. Das bestätigen auch Grafschafter Betriebe und Berufsschulen. Aber wie können der Fachkräftenachwuchs gezielt gestärkt und Ausbildungsabbrüche, beispielsweise in Pflege- und Gesundheitsberufen, vermieden werden? Der Landkreis Grafschaft Bentheim setzt in dieser Frage auf die Initiative „VerAplus – Verbesserung von Ausbildungserfolgen“. Dahinter verbirgt sich ein bundesweites Mentoring-Programm des Senior Expert Service (SES), das vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert wird. VerAplus bringt dabei junge Menschen, denen die Ausbildung schwerfällt, mit ehrenamtlichen Fachleuten im Ruhestand zusammen. Konkret auf den Landkreis bezogen: Grafschafterinnen und Grafschafter, die viele Jahre in einem bestimmten Berufsfeld gearbeitet haben und nun in Rente sind, geben ihr Wissen und ihre Erfahrung als ehrenamtliche Mentorin oder Mentor an Auszubildende weiter und begleiten sie auf ihrem Weg zum erfolgreichen Ausbildungsabschluss. Der Landkreis unterstützt diese Initiative und möchte langfristig ein Netzwerk von ehrenamtlichen Ausbildungsbegleiterinnen und -begleitern in allen Berufsfeldern aufbauen. Für die Auszubildenden ist die Teilnahme an dem Programm kostenfrei.

So sehen die Aufgaben der ehrenamtlichen Mentorinnen und Mentoren aus

Die VerAplus-Mentorinnen und -Mentoren begleiten die Auszubildenden im persönlichen 1:1-Tandem. „Das heißt, sie hören zu und helfen bei Fragen zum Ausbildungsberuf weiter. Sie geben aber beispielsweise auch Tipps bei Prüfungsstress oder zur Verbesserung der Selbstorganisation und unterstützen bei der Persönlichkeitsentwicklung. Das Aufgabenspektrum ist vielfältig. Neben der fachlichen Expertise geht es auf der menschlichen Ebene vor allem darum, die Motivation zu stärken und Probleme zu bewältigen“, berichtet Bernd Falke, Koordinator der Initiative VerAplus für die Region Osnabrück, Emsland und Grafschaft Bentheim. Bei Auszubildenden, die aus einem anderen Land für eine Ausbildung in die Grafschaft gekommen sind, geht es oftmals auch um Unterstützung bei Sprachproblemen und Behördengängen.

Den zeitlichen Umfang der Begleitung bestimmen die Mentorinnen und Mentoren selbst. „In der Regel sind sie ein bis zwei Stunden pro Woche im Einsatz“, weiß Falke. Wann, wo und wie häufig Treffen stattfinden, entscheiden die Mentorinnen und Mentoren zusammen mit den Auszubildenden. Die Ehrenamtlichen sollten nicht weiter als 25 bis 30 Kilometer fahren, Treffen können auf Wunsch zudem online erfolgen.

Auf die Tätigkeit als Ausbildungsbegleiterin bzw. -begleiter werden die Ehrenamtlichen über SES vorbereitet und regelmäßig geschult. Interessierte erwartet zunächst ein zweitägiges Einführungsseminar in Hannover. Danach lernen sie bei einem ersten Treffen ihren potenziellen Schützling kennen. „Wichtig ist, dass die Chemie stimmt und es eine Vertrauensbasis gibt. Die Auszubildenden sollen frei sprechen können, sonst funktioniert das Mentoring nicht“, sagt Falke. Für die ehrenamtliche Tätigkeit erhalten die Mentorinnen und Mentoren eine Aufwandsentschädigung von 50 Euro pro Monat. Fahrtkosten können ebenfalls abgerechnet werden. Während des Mentorings bietet SES Weiterbildungen und Erfahrungsaustausche an.

Campus Berufliche Bildung kooperiert mit VerAplus

„Der Unterstützungsbedarf ist in der Grafschaft da, daher wollen wir für die Auszubildenden ein niederschwelliges Angebot schaffen und das Mentoring-Programm bei uns etablieren. Wir hoffen, dass wir viele Fachleute aus unterschiedlichen Bereichen finden, die ihre Erfahrung weitergeben. Es würde uns natürlich auch freuen, wenn Betriebe ihre in den Ruhestand wechselnden Mitarbeitenden auf die Möglichkeit eines Mentorings aufmerksam machen“, sagt Thomas Kliemt vom Landkreis Grafschaft Bentheim. Als Leiter der Abteilung Schulen, Bildung und Kultur ist er auch für den Campus Berufliche Bildung (CBB) verantwortlich, der mit VerAplus kooperiert. Kliemt: „Das Mentoring-Projekt passt sehr gut zu unseren eigenen Angeboten. Im LernForum CBB, das gerade gebaut wird, bilden gerade Mentoring und Coaching einen Schwerpunkt. Hier setzen wir auf Synergieeffekte.“

Grafschafterinnen und Grafschafter, die ihr aktives Berufsleben beendet haben und ehrenamtlich als Mentorin bzw. Mentor tätig werden möchten, finden nähere Informationen zu VerAplus unter https://vera.ses-bonn.de/. Seitens des CBB steht Lernmanagerin Jana Rassi ebenfalls für Fragen zur Verfügung (E-Mail jnrssgrfschftd, Tel. 05921 96 1771).

Vertreter*innen der Kreisverwaltung, der Berufsbildenden Schulen und aus dem Bereich Pflege und Gesundheit ließen sich von VerAplus-Regionalkoordinator Bernd Falke sowie Mentorinnen, Mentoren und Mentees das Mentoring-Programm erklären.

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