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Präsentieren das neue Halbjahresprogramm der VHS Grafschaft Bentheim: (v.l.) VHS-Bereichsleiterin Carolin Fehlker, VHS-Direktor Axel Bullwinkel, Landrat Uwe Fietzek und die stellvertretende VHS-Direktorin Silvia van den Berg.
Präsentieren das neue Halbjahresprogramm der VHS Grafschaft Bentheim: (v.l.) VHS-Bereichsleiterin Carolin Fehlker, VHS-Direktor Axel Bullwinkel, Landrat Uwe Fietzek und die stellvertretende VHS-Direktorin Silvia van den Berg.

16. Januar 2026

Bildung im Wandel: Grafschafter VHS stellt sich neu auf und setzt auf Zukunftsthemen

Mit über 600 Kursen im Programm, die von mehr als 300 Dozentinnen und Dozenten durchgeführt werden, ist die Volkshochschule Grafschaft Bentheim (VHS) ein fester Bestandteil der Grafschafter Bildungslandschaft. In diesem Jahr stellt sich die größte Erwachsenenbildungseinrichtung der Region inhaltlich, strukturell und personell neu auf. Unter dem Leitmotiv „Gemeinsam das Morgen gestalten“ rückt das neue Halbjahresprogramm verstärkt die Bedürfnisse der Generation der Baby-Boomer in den Mittelpunkt. Zugleich setzt die VHS auf Zukunftsthemen wie Digitalisierung und Künstliche Intelligenz. Bei der Vermittlung ihrer Bildungsinhalte geht die VHS innovative Wege und erweitert ihre Angebote durch dezentrale Formate und Kooperationen mit verschiedenen Einrichtungen. Personell bringen zudem Silvia van den Berg und Carolin Fehlker als neue Bereichsleiterinnen frische Impulse in die Arbeit der VHS ein.

„Als VHS verstehen wir uns als Motor für gesellschaftlichen Zusammenhalt, Chancengleichheit und lebenslanges Lernen. Dabei gibt es kaum eine Einrichtung, die solch einem Wandel unterliegt und sich immer wieder neu ausrichten muss, wie wir. Die sich ständig verändernden Rahmenbedingungen sehen wir als Chance, um neue Schwerpunkte zu setzen“, erklärt VHS-Direktor Axel Bullwinkel. Auch Landrat Uwe Fietzek macht deutlich: „Mit der VHS haben wir einen kommunalen Bildungsdienstleister vor Ort mit Angeboten auf hohem Niveau. Die Grafschaft versteht sich insgesamt als Bildungslandkreis und dieses Potenzial müssen wir nutzen. Gerade in dem Areal zwischen dem Hauptstandort der VHS und dem benachbarten ehemaligen NINO-Ballenlager, das aktuell kernsaniert und künftig ebenfalls von der VHS genutzt werden wird, unseren Berufsbildenden Schulen und dem Campus Berufliche Bildung, den wir gerade aufbauen, ist hier eine richtige Bildungsachse entstanden.“

Mit einer Profilstärkung für das Thema „aktiv im Alter“ nimmt sich die Grafschafter VHS dem demografischen Wandel an und wendet sich verstärkt den Baby-Boomern zu. Bullwinkel weiß: „Diese Generation tritt schrittweise in neue Lebensphasen ein und bringt neue Bildungsbedarfe, Potenziale und Erwartungen mit sich. Neben dem demografischen Wandel erfordern aber auch die Themen Künstliche Intelligenz und das Erstarken politischer Ränder neue Kompetenzen und einen klaren Wertekompass.“ Die VHS plant daher zusätzliche Informations- und Mitmachformate, die Grundlagenwissen und praxisnahe Anwendung miteinander verbinden.

Um neue Zielgruppen zu erreichen, setzt die Einrichtung verstärkt auf dezentrale Angebote. Kooperationen, etwa mit dem Nordhorner Quartier „Das Ludwig“, sollen den Zugang zu Kursen erleichtern und Bildungsangebote näher an die Lebenswelt der Teilnehmenden bringen. „Wir gehen also dorthin, wo wir die Leute auch erreichen“, so Bullwinkel. Am Hauptstandort in Nordhorn verändert sich ebenfalls die Ausrichtung: Die VHS möchte ein Ort der Begegnung bleiben, zugleich aber mehr Austausch, niedrigschwellige Angebote und eine Wohlfühlatmosphäre schaffen, um neue Besucherinnen und Besucher anzusprechen. Zudem werden Themen mehr und mehr als Querschnittsaufgaben verstanden und fachbereichsübergreifend behandelt.

Neu sind nicht nur Ausrichtung und Programminhalte der VHS – auch die Fachbereichsleitungsebene hat sich neu aufgestellt. Für die in den Ruhestand gegangene langjährige stellvertretende Leitung Karola Langenhoff ist im September 2025 Silvia van den Berg als neue stellvertretende Leitung und Fachbereichsleitung zur VHS gekommen. Sie hat neben dem Programmbereich Pädagogik und Familienbildung auch den Programmbereich EDV und Digitales übernommen. „Ich möchte Demokratie und Erwachsenenbildung sexy machen. Das ist mir eine Herzensangelegenheit“, sagt van den Berg. Im Bereich EDV und Digitales kümmert sie sich verstärkt um Angebote zur Künstlichen Intelligenz. So steht unter anderem der Kursus „Analyse und Aktion mit KI“ im aktuellen Programm. Dieser Workshop widmet sich der Frage, wie KI-basierte Tools politische Prozesse verständlicher und transparenter machen können. „Mir ist dieser Workshop besonders wichtig, weil ich immer wieder sehe, wie engagierte Menschen an Komplexität scheitern. KI kann hier ein Werkzeug sein. Nicht, um Meinung zu ersetzen, sondern um Zusammenhänge besser zu verstehen, Positionen zu schärfen und selbstwirksam zu handeln. Wer teilnimmt, gewinnt nicht nur Wissen, sondern findet neue Arbeits- und Wirkungsformen für sein Engagement“, so van den Berg.

Ganz frisch im Team ist Carolin Fehlker, die als neue Fachbereichsleitung seit Anfang Januar für die VHS tätig ist. Neben den Programmbereichen Gesundheitsbildung sowie Arbeit und Beruf nimmt sie verstärkt das Querschnittsthema Altersbildung in den Blick. Dazu gehört beispielsweise das Kursangebot „DUO – ehrenamtliche Seniorenbegleitung“. Fehlker: „Mit dieser Zertifikatsfortbildung reagiert die VHS auf den wachsenden Bedarf an qualifizierten Fachkräften in der Seniorenbegleitung, der sich vor allem durch das Älterwerden der Baby-Boomer-Generation ergibt. Die Generation stellt nicht nur eine zunehmend größere Zielgruppe für Pflege- und Betreuungsangebote dar, sondern auch eine wachsende Zahl von Ehrenamtlichen und Fachkräften, die sich in diesem Bereich engagieren möchten.“ Mit den neuen Gesprächskreisen „55 plus, 60 plus, 70 plus oder 80 plus“ möchte die VHS darüber hinaus aktive Ältere fördern, den Austausch stärken und Raum für Diskussionen zu aktuellen gesellschaftlichen, politischen und kulturellen Themen schaffen.

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