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Eine neue Selbsthilfegruppe richtet sich an Betroffene von Mukoviszidose. Ins Leben gerufen haben die Gruppe Jenny Hölscher (links) und Nina Brottinger (Mitte), hier zusammen mit ihren Familien (Jörg Hölscher (2.v.l.), Carsten Brottinger (2.v.r.), Jaro Hölscher (vorne links), Fiete und Jule Brottinger) und Dr. Annegret Hölscher (Leiterin des Büros für Selbsthilfe und Gesundheit des Landkreises Grafschaft Bentheim).
Eine neue Selbsthilfegruppe richtet sich an Betroffene von Mukoviszidose. Ins Leben gerufen haben die Gruppe Jenny Hölscher (links) und Nina Brottinger (Mitte), hier zusammen mit ihren Familien (Jörg Hölscher (2.v.l.), Carsten Brottinger (2.v.r.), Jaro Hölscher (vorne links), Fiete und Jule Brottinger) und Dr. Annegret Hölscher (Leiterin des Büros für Selbsthilfe und Gesundheit des Landkreises Grafschaft Bentheim).

09. Februar 2024

Neue Selbsthilfegruppe für Betroffene von Mukoviszidose: Erstes Treffen am 14. Februar 2024 in Nordhorn

Die Grafschafterinnen Jenny Hölscher und Nina Brottinger eint ein besonderes Schicksal: Ihre Söhne Jaro und Fiete, beide inzwischen vier Jahre alt, leiden an der Stoffwechselkrankheit Mukoviszidose. Dabei entsteht zäher Schleim in den Zellen, der nach und nach lebenswichtige Organe verstopft. Um sich zu vernetzen und auf dem Laufenden zu bleiben, schlossen sich die beiden Familien dem Bundesverband Mukoviszidose e.V. an. Nun haben sie einen lokalen Ableger des Vereins gegründet. Hinter der „CF-Regionalgruppe Grafschaft Bentheim“ verbirgt sich eine Selbsthilfegruppe für hiesige Betroffene und Angehörige, die sich am Mittwoch, 14. Februar 2024, erstmals in Nordhorn trifft. „CF“ steht dabei für „Cystic Fibrosis“, wie die Krankheit im Englischen genannt wird.

Jenny Hölschers Sohn Jaro war erst acht Wochen alt, als er die Diagnose Mukoviszidose erhielt. „Ich wusste anfangs überhaupt nichts mit der Krankheit anzufangen und fühlte mich völlig vor den Kopf gestoßen“, erinnert sich die Emlichheimerin. „Es wäre schön gewesen, wenn damals schon eine solche Gruppe bestanden hätte.“ Ähnlich erging es auch Nina Brottinger, bei deren Sohn die Krankheit im Alter von neun Monaten festgestellt wurde. Mukoviszidose ist nicht heilbar und schreitet mit zunehmendem Alter voran. „Wir möchten die Leute auffangen, die vielleicht gerade erst die Diagnose bekommen haben, ein offenes Ohr für sie haben und Tipps geben“, beschreibt Hölscher ihr Anliegen, und Brottinger fügt hinzu: „Mit unseren Erfahrungen wollen wir andere Eltern auf den Boden holen, ihnen vermitteln: Atmet erst einmal durch!“ Denn am Ende gehe es darum, dass die Kinder auch einfach Kinder sein dürfen – und die Krankheit nicht die Oberhand gewinnt.

Die Treffen der „CF-Regionalgruppe Grafschaft Bentheim“ finden in der Physiotherapie-Praxis Koers & Beld an der Denekamper Straße 113a in Nordhorn statt. Die dort tätige Physiotherapeutin Kerstin Gersmann ist auf den Umgang mit Mukoviszidose-Patienten spezialisiert. Die erste Zusammenkunft beginnt am Mittwoch, 14. Februar 2024, um 19.30 Uhr. Die Dauer ist auf etwa anderthalb Stunden angesetzt. Die Initiatorinnen bitten um vorherige Anmeldung bei Jenny Hölscher, telefonisch unter 05943 6 99 97 10 oder per E-Mail an jnnyhlschr74gmlcm

Die Gruppe ist ab sofort auch bei der Selbsthilfekontaktstelle des Landkreises Grafschaft Bentheim gelistet. Nähere Informationen rund um das Selbsthilfeangebot in der Grafschaft finden Interessierte online unter www.selbsthilfe.grafschaft-bentheim.de.

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