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12. November 2025
Wie macht man Klimaschutz sichtbar, greifbar – und spannend? Schüler*innen aus der Grafschaft Bentheim haben eindrucksvoll gezeigt, wie das geht: Zum Beispiel mit einem grünen Klassenzimmer im Freien, einem Theaterprojekt gegen Plastikmüll oder einer schuleigenen Klimawoche mit vielen kreativen Aktionen. Für ihr Engagement wurden jetzt fünf hiesige Schulen mit dem Klimaschutz-Schulpreis des Landkreises ausgezeichnet.
Bereits zum dritten Mal würdigte der Landkreis Projekte, in denen Kinder und Jugendliche Verantwortung übernehmen und Zukunft gestalten. Landrat Uwe Fietzek betonte bei der feierlichen Preisverleihung im Manz-Saal des NINO-Hochbaus in Nordhorn: „Klimaschutz beginnt nicht erst morgen, sondern hier und heute – an unseren Schulen, in unseren Familien und in unserer Nachbarschaft. Ihr zeigt, dass niemand zu klein ist, um Großes zu bewirken.“
Einen Dank richtete der Landrat auch an die Lehrkräfte und Eltern, die die Kinder und Jugendlichen auf ihrem Weg begleiten: „Bildung ist ein Schlüssel für Klimaschutz. Sie sorgen dafür, dass nachhaltiges Denken und Handeln in den Schulalltag einfließen und auch zu Hause gelebt werden“, so Uwe Fietzek.
Mit Bildern, Musik und viel Begeisterung stellten die Schüler*innen ihre Projekte im Rahmen der Preisverleihung vor. Anschließend warteten spannende Mitmachaktionen auf sie: An verschiedenen Erlebnisstationen konnten Kinder, Lehrkräfte und Eltern selbst aktiv werden – ob beim Experimentieren mit erneuerbaren Energien, beim Entdecken heimischer Artenvielfalt oder beim Basteln mit Recyclingmaterial. Mit Angeboten vertreten waren die Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim, die Stiftung „Kinder forschen“, der Rotary-Club, die Initiative „Klimaneutrale Schule“ und der NABU. „Die Kinder tauchten mit sichtbarer Begeisterung in die Themen ein und hatten viel Spaß am Ausprobieren“, berichtet Klimaschutzmanagerin Maria Chur. Auch viele Lehrkräfte hätten sich inspiriert gezeigt und wertvolle Anregungen und Ideen für den Unterricht mitgenommen.
Neben der Juryentscheidung durften schließlich auch die Gäste mitbestimmen: Für den Publikumspreis hatten alle Preisträgerschulen ein Projektplakat vorbereitet, das während der Veranstaltung ausgestellt wurde. Erste Kreisrätin Sandra Cichon forderte das Publikum schließlich auf, per Lautstärke über das Lieblingsprojekt abzustimmen – mit kräftigem Applaus und Jubelrufen. Das lauteste Ergebnis erzielte das Gemeinschaftsprojekt „Plastiksuppe“. Als Kooperationspartnerin nahm die Waldschule Nordhorn den Publikumspreis entgegen. Als besonderes Highlight wurde das im Rahmen des Projekts entstandene Musikvideo exklusiv als „Sneak Preview“ gezeigt – die offizielle YouTube-Premiere folgte wenige Tage später: https://youtu.be/uhB2IJNftU0?si=udQoAPxO1-I8sudo
Der Landkreis Grafschaft Bentheim selbst hat sich ein ehrgeiziges Ziel gesteckt: Bis 2040 soll die Region treibhausgasneutral werden – und damit fünf Jahre früher als die Bundesregierung. „Das ist eine große Aufgabe, aber sie ist machbar, wenn wir alle zusammenarbeiten“, sagte Landrat Fietzek. Das Klimaschutzmanagement des Landkreises treibt diese Entwicklung mit vielfältigen Projekten voran – von Energieeinsparmaßnahmen in öffentlichen Gebäuden über klimafreundliche Mobilität bis hin zu Beratungsangeboten für Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen.
Insgesamt 13 Projekte hatten sich in diesem Jahr beworben – fünf davon wurden von der Jury mit einem Preisgeld ausgezeichnet: eine weiterführende Schule und vier Grundschulen.
„WIR gemeinsam für das Klima!“ – eine Projektwoche voller kreativer Ideen, initiiert vom schuleigenen Klimaparlament. Von Wandbegrünung über Papierschöpfen bis zur selbstgebauten Murmelbahn aus Müll zeigten die Kinder, wie Klimaschutz Spaß macht.
Zwei starke Kooperationen: Das „Grüne Klassenzimmer“ als Lernort im Freien und der „FreiDay für die Zukunft“ mit Projekten von Bienenhotels bis hin zu Theaterstücken.
Mit „Naturpark Moor!“ wurde das Moor als Klimaheld vor der Haustür entdeckt – anschaulich, kreativ und nachhaltig.
Teil des Gemeinschaftsprojekts „Plastiksuppe“: In einer Theaterproduktion der Klima-Kreativ-Werkstatt mit sieben Schulen aus Nordhorn und dem Arbeitskreis Eine Welt e.V. Nordhorn wurden die Folgen von Umweltverschmutzung auf die Bühne gebracht – mit Ideen, die von den Kindern selbst kamen.
Das „Sustainability Lab“ verknüpft wissenschaftliches Arbeiten mit praxisnahen Klimaschutzprojekten und Kooperationen mit Unternehmen. Ein Paradebeispiel dafür, wie Nachhaltigkeit zur Schulkultur wird.
