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Ein Porträt des ehemaligen Landrates Friedrich Kethorn komplettiert die Ahnengalerie im Grafschafter Kreishaus. Kethorn (links) und sein Amtsnachfolger Uwe Fietzek enthüllten das Foto im Beisein von Kethorns Ehefrau Henni.
Ein Porträt des ehemaligen Landrates Friedrich Kethorn komplettiert die Ahnengalerie im Grafschafter Kreishaus. Kethorn (links) und sein Amtsnachfolger Uwe Fietzek enthüllten das Foto im Beisein von Kethorns Ehefrau Henni.

21. November 2023

Porträt von Friedrich Kethorn komplettiert Galerie der Grafschafter Landräte im Kreishaus

Zuwachs für die Ahnengalerie im parlamentarischen Bereich des Kreishauses in Nordhorn: Ein Porträtfoto des ehemaligen Landrates Friedrich Kethorn komplettiert nun die Reihe der früheren Grafschafter Landräte und Oberkreisdirektoren. Im Rahmen der letzten Kreistagssitzung enthüllten Kethorn und sein Amtsnachfolger Uwe Fietzek das Foto gemeinsam.

Kethorn war vom 1. Januar 2005 bis zum 31. Oktober 2019 Landrat des Landkreises Grafschaft Bentheim. Als „Landrat für alle Grafschafter“ habe Kethorn maßgeblich dazu beigetragen, die Region zu gestalten und voranzubringen, würdigte Fietzek das Wirken seines Vorgängers: „Unter Deiner Führung wurden bedeutende Meilensteine erreicht, die das soziale und wirtschaftliche Gefüge unserer Grafschaft stärken – bis heute.“ Als Beispiele zählte Fietzek die Fusion der beiden Nordhorner Krankenhäuser, die Schaffung idealer wirtschaftlicher Rahmenbedingungen, die Bewältigung des Strukturwandels und nicht zuletzt die erfolgreiche Reaktivierung des Schienenpersonennahverkehrs auf. Mit Blick auf die weichen Standortfaktoren sei Kethorn als „Landrat auf der Fietse“ insbesondere die Fahrradfreundlichkeit ein Anliegen gewesen. Aber auch die Familienfreundlichkeit habe er beispielsweise durch die Einrichtung der Familienservicebüros gestärkt.

„Du bist bereits eine gewisse Zeit außer Dienst. Dass Dein Porträt erst jetzt einen würdigen Platz in unserer Galerie der Oberkreisdirektoren und Landräte findet, ist zum einen den Umständen der Corona-Pandemie geschuldet, zum anderen haben wir das Konzept dieser Galerie überarbeitet“, erklärte Fietzek. Die Kreisverwaltung habe seit Längerem – bereits zur Amtszeit von Friedrich Kethorn – die Frage beschäftigt, wie mit den Landräten aus nationalsozialistischer Zeit umgegangen werden solle. „Gerade die Landräte aus dieser Zeit gleichberechtigt neben demokratisch gewählten Landräten platziert zu wissen, hat uns immer Unbehagen bereitet“, so Fietzek.

In der Galerie im Kreishaus sind nun ausschließlich die Grafschafter Oberkreisdirektoren und Landräte seit dem 1. April 1946 zu sehen. Erst mit diesem Tag trat der Übergang der bisher staatlichen landrätlichen Verwaltung auf die Kreise in Kraft. Der Landkreis, wie er heute als Rechtsorgan besteht, geht auf eben diese Gründung am 1. April 1946 zurück. Eine Ausnahme in der Galerie bildet Dr. Rudolf Beckmann. Er wurde von den Alliierten unmittelbar nach Befreiung der Grafschaft am 20. April 1945 als erster Nachkriegslandrat eingesetzt und steht somit für den erfolgreichen Übergang zum heutigen Verwaltungs- und Rechtssystem. Eine Texttafel verweist hinsichtlich der Landräte aus der Zeit vor 1946 auf nähere Informationen im Kreis- und Kommunalarchiv. Dort werden auch die Fotos der vormaligen Amtsträger dauerhaft verwahrt.

„Dein Foto soll uns in der Galerie als Inspiration dienen, den eingeschlagenen Weg fortzusetzen und die Grafschaft Bentheim weiterhin zu einem Ort des Zusammenhalts und des Fortschritts zu gestalten“, sagte Fietzek. Nach der Enthüllung des Fotos reagierte Kethorn zunächst mit einem Schmunzeln auf sein Porträt: „Wenn ich das Bild so sehe, bin ich gealtert. Das Haar ist lichter geworden.“ Danach machte er deutlich, dass vieles von dem, was in seiner fast 15-jährigen Amtszeit geleistet worden sei, nicht ohne engagierte und fachkundige Mitstreiterinnen und Mitstreiter in der Kreisverwaltung und nicht ohne die Unterstützung der Politik möglich gewesen wäre. „Einer alleine kann das nicht schaffen“, stellte Kethorn klar und dankte all seinen Wegbegleitern. Mit Blick auf die Ahnengalerie zeigte er sich erfreut, dass die Bilder der Landräte aus der Zeit des Nationalsozialismus dort nicht mehr gezeigt werden. Er betonte aber auch: „Gerade in der aktuellen Zeit, in der Antisemitismus, Hass und Hetze zunehmen, ist es gut und wichtig, dass die Geschichte der Landräte aus jener Zeit aufgearbeitet wird, damit sich die Bevölkerung darüber informieren kann.“

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