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Hohe Flammen und Rauch schlagen aus den offenen Türen des Containers der Rauchgasdurchzündungsanlage. Im Inneren knien drei Feuerwehrleute in voller Atemschutzgeräteträgermontur auf dem Boden und beobachten den Brandverlauf.
Hohe Flammen und Rauch schlagen aus den offenen Türen des Containers der Rauchgasdurchzündungsanlage. Im Inneren knien drei Feuerwehrleute in voller Atemschutzgeräteträgermontur auf dem Boden und beobachten den Brandverlauf.

30. Juni 2022

Rauchgasdurchzündungsanlage ermöglicht Feuerwehren Ausbildung unter Realbedingungen

Flammen lodern meterhoch aus einem Container, beißender Rauch liegt in der Luft, Hitze schlägt einem entgegen: Dieses Szenario erwartet die Einsatzkräfte der Grafschafter Feuerwehren in der neuen Rauchgasdurchzündungsanlage auf dem Übungsgelände des Technischen Hilfswerks (THW) in Nordhorn-Hesepe. Atemschutzgeräteträger können hier in einem speziell umgebauten Container unter einsatzrealistischen Bedingungen professionell ausgebildet werden. Feuerwehrmitglieder haben die Anlage in Eigenleistung zusammen mit dem THW Ortsverband Nordhorn errichtet und stellten sie nun Landrat Uwe Fietzek und weiteren Mitarbeitenden der Kreisverwaltung vor.

„Wir werden meist zu Hilfeleistungen gerufen. Brandeinsätze kommen nicht so häufig vor. Für viele Feuerwehrleute ist das hier daher das erste Feuer“, erklärt Feuerwehrmann Luca Wolters von der Ortsfeuerwehr Nordhorn. Er hat die Anlage zusammen mit Nils Rawers (OF Nordhorn), Ansgar Schwietering (OF Bad Bentheim) und Lars kleine Lögde (THW) aufgebaut und ist einer der Ausbilder. In der Anlage steht die sogenannte Heißausbildung der Einsatzkräfte im Fokus. Sie werden an die Feuerhitze gewöhnt und lernen die verschiedenen Phasen eines Brandes kennen. „Wir können hier den kompletten Brandverlauf zeigen – vom Entstehungsbrand über den Vollbrand bis zur Rauchgasdurchzündung. Auch Nullsicht und klassische Rauchgasphänomene können simuliert werden“, beschreibt Feuerwehrmann Nils Rawers den Ausbildungsablauf. Die Anlage wird mit unbehandeltem Holz befeuert und erlaubt damit eine realistischere Einsatzsimulation, als eine Gasanlage. Die Hitzeentwicklung kann bis zu 800 Grad Celsius betragen. „Unter diesen Bedingungen lernt man auch die eigene Schutzkleidung kennen“, so Rawers.

Landrat Uwe Fietzek zeigt sich von der Anlage beeindruckt: „Wir können nur ansatzweise ermessen, was so eine Einsatzsituation für Feuerwehrleute bedeutet. Es ist wichtig, physisch und psychisch gut darauf vorbereitet zu sein. Diese Anlage ist daher ein wichtiger Baustein in unserem Ausbildungskonzept.“ Der Landkreis unterhält an der Feuerwehrtechnischen Zentrale ein Kreisausbildungszentrum, an dem u.a. die Atemschutzgeräteträger ausgebildet werden. Fietzek lobt zugleich die enge Kooperation von Freiwilliger Feuerwehr und THW, die beispielgebend sei. Vergleichbare Rauchgasdurchzündungsanlagen befinden sich in Osnabrück, Oldenburg und Recklinghausen. „Jetzt können wir unsere Einsatzkräfte auch hier vor Ort adäquat aus- und fortbilden. Wir können uns aber auch ein überörtliches Angebot für die Feuerwehren aus den Nachbarlandkreisen vorstellen“, sagt Fietzek. Erste Anfragen der Feuerwehren liegen bereits vor.

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