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Schwarz-weiß Foto von Dr. Elisabeth Schlicht, der ersten Geschäftsführerin des "Emsländischen Heimatvereins", an einem Projektor.
Schwarz-weiß Foto von Dr. Elisabeth Schlicht, der ersten Geschäftsführerin des "Emsländischen Heimatvereins", an einem Projektor.

20. April 2026

Wanderausstellung „Neustart Heimat“ im Kreis- und Kommunalarchiv: Welche Rolle spielte die Heimatpflege beim Emslandplan?

Der Emslandplan, eines der größten Infrastrukturprojekte Deutschlands, hat auch die Grafschaft Bentheim seit den 1950er Jahren nachhaltig geprägt. Neben Straßenbau, Energieversorgung und wirtschaftlichem Wachstum geriet ein Aspekt des Emslandplans bislang immer in den Hintergrund: Die Rolle der Heimatpflege. Die Wanderausstellung „Neustart Heimat“ nimmt nun genau dieses Thema in den Blick. Beleuchtet wird dabei die besondere Rolle von Dr. Elisabeth Schlicht, der ersten Geschäftsführerin des „Emsländischen Heimatvereins“. Mit innovativen Ideen prägte sie das kulturelle Leben und die Heimatarbeit im Emsland und der Grafschaft. Als promovierte Archäologin war Schlicht nicht nur für die Sicherung der urgeschichtlichen Funde zuständig. Sie setze sich für den Kultur- und Denkmalschutz in der Region ein, versuchte alte Gebäude vor dem Abriss zu retten, Naturschutzgebiete zu bewahren und zeigte, wie in einer Phase des Umbruchs und Neustarts eine gemeinsame, neue Heimat geschaffen werden kann.

Finissage der Wanderausstellung am 7. Mai 2026 im Kreis- und Kommunalarchiv

Die Wanderausstellung „Neustart Heimat – Dr. Elisabeth Schlicht und der Emslandplan (1950–1963)“ ist ein Angebot der Emsländischen Landschaft in Zusammenarbeit mit dem Emsländischen Heimatbund. Nach Stationen bei Heimatvereinen und in den Rathäusern in der Region ist die Ausstellung abschließend im Kreis- und Kommunalarchiv des Landkreises Grafschaft Bentheim in Nordhorn (NINO-Allee 2) zu Gast. Am Donnerstag, 7. Mai 2026, wird die Ausstellung dort um 15 Uhr ein letztes Mal eröffnet. Dr. Benjamin van der Linde, Projektleiter des Jubiläums „75 Jahre Emslandplan“ und Kurator der Wanderausstellung, wird in die Ausstellung einführen. Danach berichtet Matthias Bollmer von der Unteren Denkmalschutzbehörde des Landkreises über die Archäologie in der Grafschaft zur Zeit des Emslandplans. 

Zur Finissage der Wanderausstellung sind alle Interessierten herzlich eingeladen. Anmeldungen sind bis zum 4. Mai 2026 unter kltrgrfschftd möglich. Der Eintritt ist frei. 

Anschließend ist die Wanderausstellung „Neustart Heimat“ bis zum 28. Mai 2026 während der Öffnungszeiten des Kreis- und Kommunalarchivs zu sehen: montags bis donnerstags von 8:30 Uhr bis 12:30 Uhr sowie von 14 bis 16 Uhr, freitags von 8 bis 12 Uhr.

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