Rettungsdienst
Schnelle Hilfe vor Ort
Der Landkreis Grafschaft Bentheim ist Träger des Rettungsdienstes und sorgt dafür, dass alle Bürger*innen im Notfall schnell und professionell medizinisch versorgt werden. Dazu gehören Planung, Finanzierung, Qualitätssicherung und die enge Zusammenarbeit mit Beauftragten, Krankenhäusern, Hilfsorganisationen und anderen Behörden.
Ein wichtiger Partner ist dabei der DRK Kreisverband Grafschaft Bentheim, der als Beauftragter maßgeblich an der Umsetzung und Durchführung des Rettungsdienstes beteiligt ist. Der Rettungsdienst ist ein unverzichtbarer Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge und trägt maßgeblich zur Sicherheit und Gesundheit der Bevölkerung bei.
Notfallversorgung in der Grafschaft Bentheim

Leitstelle Ems-Vechte (AöR)
Die Leitstelle Ems-Vechte wurde zum 01. Januar 2021 als gemeinsame Anstalt des öffentlichen Rechts (AöR) für die Landkreise Grafschaft Bentheim und Emsland gegründet. Sie bearbeitet an einem gemeinsamen Standort – aktuell im Kreishaus in Meppen – alle Notrufe des Rettungsdienstes und der Feuerwehr in den Landkreisen Grafschaft Bentheim und Emsland. Im Einzugsgebiet der Leitstelle, das dem der beiden Landkreise entspricht, leben etwa 460.000 Einwohner*innen.
Derzeit entsteht in Meppen-Versen ein Neubau der Leitstelle Ems-Vechte. Ende November 2027 ist die Fertigstellung des Gebäudes geplant. Danach findet ein operativer Probebetrieb statt. Erst, wenn dieser reibungslos durchgeführt werden kann, wird die Leitstelle für die Landkreise Grafschaft Bentheim und Emsland an ihrem jetzigen Standort in der Kreisverwaltung in Meppen aus dem Regelbetrieb entlassen.
Seit Oktober 2023 läuft in der Grafschaft Bentheim und im Emsland das Pilotprojekt „Telenotarzt“ – ein Meilenstein für die Notfallversorgung im ländlichen Raum. Per digitaler Verbindung unterstützen erfahrene Notärzt*innen die Einsatzkräfte vor Ort in Echtzeit. So können lebenswichtige Entscheidungen schnell, effizient und patientennah getroffen werden. Notärzt*innen werden gezielt entlastet und die Versorgung deutlich gestärkt. Nach der erfolgreichen Pilotphase soll das Telenotarztmodell nun in ganz Niedersachsen eingeführt werden. Eine zentrale Rolle spielt bei diesem Vorhaben auch die Leitstelle Ems-Vechte. Sie ist künftig Teil des landesweiten Netzwerks von zunächst vier festen Telenotarztstandorten.

Mobile Retter
Als erste Landkreise in Niedersachsen haben das Emsland und die Grafschaft Bentheim den Einsatz der so genannten „Mobilen Retter“ als Ergänzung zum klassischen Rettungsdienst gestartet.
Das System funktioniert wie folgt: Geht ein Notruf in der gemeinsamen Leitstelle Ems-Vechte (112) im Kreishaus in Meppen ein, bei dem ein Herz-Kreislauf-Stillstand oder eine bewusstlose Person gemeldet wird, kann über eine GPS-Abfrage ermittelt werden, ob sich ein*e qualifizierter Ersthelfer*in in der Nähe des Notfallortes befindet. Diese*r wird durch die Rettungsleitstellen über eine App auf dem Smartphone alarmiert. Nimmt der Mobile Retter den Einsatz an, kann sie bzw. er dank der technischen Lösung als Ersthelfer*in schnell zum Einsatzort navigiert werden. Im Idealfall erreicht der Mobile Retter die Patientin bzw. den Patienten durch seine räumliche Nähe viel schneller als der Rettungsdienst und kann bereits mit lebenserhaltenden Maßnahmen beginnen. Im Schnitt liegen die Eintreffzeiten des Rettungsdienstes bei neun Minuten, Mobile Retter können durchschnittlich in vier Minuten am Notfallort sein.
Die Mobilen Retter sind u. a. Rettungskräfte, Ärzt*innen Feuerwehrleute, Rettungsschwimmer*innen, Pfleger*innen und Sanitäter*innen – auch aus dem ehrenamtlichen Bereich, die zuvor entsprechend trainiert wurden.
Im Bereich des Leitstellenverbunds der Landkreise Emsland und Grafschaft Bentheim übernehmen diese Ausbildung 15 sogenannte „Multiplikatoren“ der Hilfsorganisationen Malteser Hilfsdienst und Deutsches Rotes Kreuz. Sie führen bereits seit 2016 die Schulung der Mobilen Retter durch und werden inzwischen auch durch die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft unterstützt.
Leben retten mit AED
Im Notfall können die sogenannten Automatisierten Externen Defibrillatoren (AED) Leben retten. Doch wo befinden sich in der Grafschaft eigentlich überall Defibrillatoren? Um im Notfall schnelle Hilfe leisten zu können, erstellt der Landkreis Grafschaft Bentheim ein AED-Kataster, in dem sämtliche AED-Geräte eingetragen werden sollen.

Bei rettungsdienstlichen Reanimationen im Landkreis Grafschaft Bentheim können durch das Zusammenwirken von Leitstelle, Ersthelfern und gegebenenfalls durch den Einsatz eines AED Menschenleben gerettet werden. Denn bei einem Herzinfarkt, dem „plötzlichen Herztod“, kann in den meisten Fällen nur ein umgehender „Elektroschock“ helfen, der mit einem Defibrillator ausgeübt wird und der die Überlebenschancen eine*r Patient*indeutlich verbessert.
Das zu erstellende AED-Kataster, das diese schnelle Hilfe ermöglicht, soll die Standorte in der Grafschaft Bentheim mit ganz genauen Koordinaten auf einer Karte darstellen, so dass die Rettungsleitstelle bei Bedarf den nächsten verfügbaren AED erkennen und zum Einsatz bringen kann. Um eine vollständige Datenbank zu erstellen, sind alle Betreibenden eines AED aufgerufen, diese bei der Leitstelle Ems-Vechte zu melden.
Melden Sie hier Ihren AED
Sie betreiben einen AED? Dann melden Sie Ihr Gerät bitte über dieses Formular. Bitte senden Sie für jeden AED eine separate Meldung. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!
So erreichen Sie uns
Sie haben Fragen zum Thema Bevölkerungsschutz? Wir helfen Ihnen gerne weiter. Melden Sie sich einfach per E-Mail unter bvlkrngsschtzgrfschftd bei uns oder wenden Sie sich an die unten genannten Ansprechpersonen.
- Thomas HeinrichThomasHeinrichBevölkerungsschutzvan-Delden-Straße 1-7
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- Dominik SchniedersDominikSchniedersBevölkerungsschutzvan-Delden-Straße 1-7
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