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Seit einiger Zeit stehen orange Bänke im öffentlichen Raum Nordhorns. Die Bänke vor dem Rathaus, der Polizei und dem Kreishaus (ab Ende 2025) sind eine Initiative des Arbeitskreises „Häusliche Gewalt“.
Mit der Aufschrift „Hier ist kein Platz für Häusliche Gewalt“ und der orangen Farbe stehen sie symbolisch für den Kampf gegen Häusliche Gewalt.
Diese Bänke sind mehr als ein Sitzplatz. Sie sind Ort des Innehaltens, Ort der Begegnung und ein Ort, der uns auffordert, nicht wegzusehen.
Wenn Sie oder jemand in Ihrem Umfeld Beratung oder Unterstützung zu Häuslicher Gewalt benötigen, finden Sie hier alle Institutionen und Kontaktdaten für die Grafschaft Bentheim.
| 24-Stunden-Hilfe | Beratungseinrichtungen |
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| Polizei | Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche |
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| Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen | Beratungsstelle HOBBIT für Betroffene von sexueller Gewalt |
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| Opfer-Telefon Weisser Ring e.V. | Frauenberatung Nordhorn |
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| Netzwerk ProBeweis | SkF Sozialdienst katholischer Frauen Ems-Vechte e.V. |
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| SkF Sozialdienst katholischer Frauen Ems-Vechte e.V.
Frauen- und Kinderschutzhaus
| Opferhilfebüro Osnabrück |
Der Arbeitskreis „Häusliche Gewalt“ besteht aus Mitarbeitenden von Beratungsstellen und Hilfseinrichtungen, der Polizei sowie Gleichstellungsbeauftragten aus der Grafschaft Bentheim. Ende 2017 wurde er auf Initiative der Polizei gegründet.
Er ist ein Netzwerk aller Personen aus der Region, die im beruflichen Kontext mit Häuslicher Gewalt zu tun haben. Die intensive Zusammenarbeit und der Erfahrungsaustausch der Mitglieder zur aktuellen Situation in der Region, zu Unterstützungsmöglichkeiten für Betroffene sowie für Fachkräfte bei der Arbeit tragen dazu bei, die Beratungslandschaft in der Grafschaft zu professionalisieren.
Gemeinsames Ziel ist es, das Bewusstsein zum Umgang mit Häuslicher Gewalt in der Bevölkerung zu schärfen, sowohl für Opfer als auch Tatverdächtige. Beratungsmöglichkeiten bekannt zu machen, ist ein weiteres Ziel des Arbeitskreises. Handlungsoptionen aufzuzeigen für Menschen, die Häusliche Gewalt in ihrer Umgebung vermuten, ist ebenso wichtig.

Die orangene Bank ist mehr als nur ein Sitzplatz – sie ist ein sichtbares Zeichen gegen Gewalt an Frauen und Mädchen. Mit dieser Aktion macht Zonta International gemeinsam mit vielen lokalen Zonta Clubs weltweit auf ein Thema aufmerksam, das noch immer viel zu oft im Verborgenen bleibt. Zonta International ist ein weltweit tätiger Club engagierter Frauen, der sich seit über 100 Jahren für die Gleichberechtigung, Rechte und Chancen von Frauen und Mädchen einsetzt.
Die Farbe Orange steht dabei für Hoffnung, Sichtbarkeit und ein gewaltfreies Leben. Jede Bank soll Menschen zum Innehalten und Nachdenken anregen, Gespräche eröffnen und Betroffenen Mut machen, Hilfe zu suchen. Gleichzeitig zeigt sie: Wir alle können ein Zeichen setzen – für Respekt, Gleichberechtigung und eine Gesellschaft ohne Gewalt.
Mit Hilfe dieser Initiative möchte auch der Arbeitskreis „Häusliche Gewalt“ ein sichtbares Zeichen setzen. Die Bänke, die gestiftet wurden vom Landkreis Grafschaft Bentheim und der Stadt Nordhorn, informieren aber auch. Über Scannen des QR-Codes auf der Bank landen Besucher*innen auf dieser Website, die über den Arbeitskreis, die Aktion, die Beratungs- und Hilfsangebote in der Grafschaft sowie über Häusliche Gewalt informiert.
Häusliche Gewalt kann sich in allen Formen der Gewalt äußern, also körperlich, sexuell und auch psychisch. Sie findet in der Familie oder in einer Partnerschaft statt. Hierzu gehören auch Ex-Partnerschaften. Bei Häuslicher Gewalt handelt es sich nicht zwangsläufig um einen gemeinsamen Haushalt.
Sowohl die innerfamiliäre Gewalt als auch die Partnerschaftgewalt können körperlich, sexuell oder psychische Formen annehmen. Oft sind es auch mehrere dieser Formen gleichzeitig.
Bei der innerfamiliären Gewalt gibt es zwischen Tatverdächtigen und Opfern eine verwandtschaftliche Beziehung.
Bei Partnerschaftsgewalt sind Opfer und Tatverdächtige in einer partnerschaftlichen Beziehung oder waren es.
Im Jahr 2023 gab es in Deutschland 256.276 Opfer von Häuslicher Gewalt. Hiervon waren 70,5% weiblich und 29,5% männlich. 65,5% der Taten wurden zur Partnerschaftsgewalt gezählt und 34,5% zur innerfamiliären Gewalt. Von den Tatverdächtigen waren 75,6% männlich und 24,4% weiblich. (Quelle: Bundeslagebild 2023 vom Bundeskriminalamt)
Auch Frauen können Tatverdächtige sein und auch Männer werden Opfer von Häuslicher Gewalt.