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Dienstleistung

Ambulante Familienhilfe

Details zur Dienstleistung

Die ambulanten Hilfen sollen Familien bei ihren Erziehungsaufgaben, der Bewältigung von Alltagsproblemen und der Lösung von Konflikten und Krisen im Kontakt mit Ämtern und Institutionen unterstützen sowie Hilfe zur Selbsthilfe geben. Wir sind ein Team mit unterschiedlichen Professionen und Themenschwerpunkten. Zu uns gehören staatlich anerkannte Erzieher:innen, Heilpädagog:innen, Sozialpädagog:innen und Sozialarbeiter:innen mit diversen Zusatzausbildungen. Dadurch können wir ein breites Spektrum an Unterstützungsmöglichkeiten anbieten:

Sozialpädagogische Familienhilfe

Die sozialpädagogische Familienhilfe (SPFH) …

  • ist eine intensive Form ambulanter Hilfe für die ganze Familie. Eltern werden durch enge Betreuung und Begleitung in ihren Erziehungsaufgaben, bei der Bewältigung von Alltagsproblemen, der Lösung von Konflikten und Krisen sowie im Kontakt mit Ämtern und Institutionen unterstützt und so zu einem selbständigen Leben befähigt (Hilfe zur Selbsthilfe). Dabei orientiert sich die SPFH an der Lebenssituation und dem Alltag der Familie, sowie an den Ressourcen und Fähigkeiten der Familienmitglieder.

  • findet hauptsächlich in der Familie statt und ist meist auf längere Dauer angelegt. Voraussetzung für den Einsatz einer SPFH ist die Bereitschaft, Hilfe anzunehmen und mit der Fachkraft zusammenzuarbeiten.

  • beim Landkreis Grafschaft Bentheim arbeitet mit verschiedenen Methoden, die nachfolgend im Einzelnen erklärt und speziell auf Ihre Bedürfnisse abgestimmt werden.

  • ist eine Hilfe zur Erziehung gemäß § 31 SGB VIII und muss beantragt werden. Sie können sich hierzu an den jeweiligen für Sie zuständigen Mitarbeiter des Allgemeinen Sozialdienst wenden.

Clearing

Clearing wird eingesetzt, wenn innerhalb der Familie Konflikte bestehen, die für die Familie nicht mehr lösbar erscheinen.

Clearing ist

  • ein Hilfsangebot in der Jugendhilfe

  • eine Chance gemeinsam mit allen Familienmitgliedern eine individuelle Hilfe aus einer ausweglosen Situation zu entwickeln

Clearing beinhaltet

  • eine intensive, zeitlich begrenzte und vertrauensvolle Zusammenarbeitet

  • dass alle Familienmitglieder und bei Bedarf ihr soziales Umfeld mit einbezogen werden

  • dass unterschiedliche Methoden eingesetzt werden

Wir begegnen Ihnen unvoreingenommen und wertschätzend!

Video-Home-Training

Das Video-Home-Training (VHT) findet für einen begrenzten Zeitraum von bis zu 16 Wochen in der Familie statt. Dort werden durch die VHT-Fachkraft kurze Sequenzen (ca. 10 Minuten)  von alltäglichen Familiensituationen mit der Video-Kamera aufgenommen.

Die Aufnahme wird durch die Fachkraft analysiert und dann gemeinsam mit den Eltern besprochen (Rückschau). Im Zentrum dieser Methode stehen die Stärken der Familie. Eltern sollen in dem, was in ihrem Familienalltag schon gut gelingt gestärkt werden, können in ihrer Erziehungs-, Kommunikations-, und Interaktionskompetenz wachsen.

Bei schwierigen Situationen können Bilder - ohne viele Worte - helfen zu verstehen, was das Kind mit seinem Verhalten mittteilen möchte. Gemeinsam mit der Fachkraft können neue Lösungsstrategien für solche Situationen bearbeitet werden. Durch weitere Aufnahmen und Rückschauen wird an diesen Strategien gearbeitet, diese gegebenenfalls angepasst, und Erfolge sichtbar gemacht.

Die angefertigten Aufnahmen gehören der Familie. Diese kann entscheiden, ob sie diese für sich behalten wollen. Die Fachkraft löscht alle Aufnahmen nach Beendigung des Video-Home-Trainings.

Neue Autorität

Der Ansatz der "Neuen Autorität" ist die Idee von Haim Omer und eine Neudefinition des Begriffs "Autorität". Nach dem Ansatz soll Autorität durch Beziehung geschaffen werden. Eltern zeigen in der Erziehung eine Haltung, mithilfe derer sie in wertschätzender und aktiver Weise am Leben ihrer Kinder teilnehmen können. Dies ist umso wichtiger, da im Familiensystem eine zielgerichtete Steuerung nicht möglich ist. Im Rahmen eines gegenseitigen Austausches ist eine Anpassung und Neuausrichtung des Familiensystems möglich. Mit der Neubestimmung des Autoritätsbegriffs soll Eltern eine Orientierungshilfe im Erziehungsdschungel geben werden. Ersetzt werden hierbei Distanz, Kontrolle, Strafe und unmittelbares Handeln durch Präsenz, Selbstkontrolle, Transparenz, Beharrlichkeit und Standhaftigkeit.

Systemische Familienberatung

Systemische Familienberatung

  • orientiert sich an Ihren Zielen und begleitet Sie auf Ihrem Weg,

  • versteht Sie als Experte in Ihrer Lebenssituation und der Ihrer Kinder,

  • und arbeitet mit vielfältigen Methoden und setzt Ihre aktive Mitarbeit voraus.

Systemische Familienberater:innen

  • gehen davon aus, dass jeder seine eigenen Lösungen selbständig oder mit Unterstützung der Familienberatung entwickeln kann,

  • begegnen Ihnen unvoreingenommen und wertschätzend,

  • und beziehen Ihr soziales Umfeld ein.

Grundlagen einer traumazentrierten Pädagogik

Die Pädagogik bietet Möglichkeiten der Traumabearbeitung. Sie bietet Möglichkeiten zur Unterstützung bei der Korrektur der negativen Selbstbilder und Verhaltensweisen und bietet eine Orientierungshilfe für eine relativ selbstbestimmte Zukunft. Die pädagogischen Interventionen dienen der psychischen und sozialen Unterstützung traumatisierter Kinder und Jugendlicher und/oder Erwachsenen. Ihre Eigeninitiative wird dadurch gefördert und ihre Isolation soll aufgehoben werden. Traumapädagogik hat den Aufbau von Selbstkontrolle, kognitiver Umwertung des Erlebten durch Biografiearbeit und mentale Erörterung von bisherigen Bindungserfahrungen und Bindungs-Modellen zum Ziel.

Traumapädagogische Haltungen unserer Fachkräfte

Das Konzept „des guten Grundes“, das Verstehen des Verhaltens der traumatisierten Kinder und Jugendlichen sowie Erwachsenen:

  • „Du reagierst / Sie reagierten normal auf unnormale Belastungen!

  • Du bist / Sie sind nicht „verrückt, schlecht, o.ä.

  • Alles, was du tust / Sie tun, hat eine innere Logik, kann verstanden werden (was nicht heißt, dass alles erlaubt ist)“, ist eine zentrale Haltung der Fachkräfte.

Kinder und Jugendliche, sowie Erwachsene erfahren eine Würdigung ihrer bis jetzt überstandener Lebenserfahrungen, sie haben viel geleistet. Die Fachkräfte stellen ihr Fachwissen zur Verfügung, die Kinder und Jugendliche, sowie Erwachsen sind die Experten für ihr eigenes Leben.

Eine weitere traumpädagogische Haltung ist Transparenz: Einerseits zwischen den Kindern / Jugendlichen, sowie Erwachsenen und den Fachkräfte. Andererseits besteht eine notwendige und hilfreiche Transparenz der unterschiedlichen Professionen untereinander.

Partizipation der Fachkräfte in der Arbeit ist wichtig; die Kinder und Jugendliche, sowie Erwachsene haben Teil an der Gestaltung ihrer eigenen Lebensbedingungen und sie erleben Autonomie, Kompetenz und Zugehörigkeit durch die traumazentrierte Haltung der Fachkräfte.