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Dienstleistung

Jugendpflege & Jugendschutz

Details zur Dienstleistung

 Im Bereich der Jugendpflege werden hauptsächlich folgende Aufgaben wahrgenommen:

  • Ausbildung von Jugendleitern

  • Durchführung internationaler Jugendaustauschmaßnahmen

  • Fachberatung der Jugendverbände und Kommunen im Landkreis

  • Gewährung von Beihilfen für Freizeitmaßnahmen, außerschulische Bildungsmaßnahmen, Aus- und Fortbildung von Jugendleitern und internationale Jugendbegegnungsmaßnahmen

  • Ausstellung von Jugendleitercards (Juleica)

  • Förderung von Jugenderholungspflegemaßnahmen 

Der Landkreis Grafschaft Bentheim gewährt für den Bau von Jugendräumen im Rahmen der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel Investitionszuschüsse. Die näheren Einzelheiten sind aus den nachfolgenden Richtlinien ersichtlich. 

Stärkung von digitalen Angeboten 

Ziel ist es, die Kinder- und Jugendarbeit bei den Herausforderungen, die mit einer Digitalisierung im Alltag von jungen Menschen einhergehen, zu unterstützen. Mit den Mitteln sollen ehren- und hauptamtliche Mitarbeiter*innen qualifiziert und technische Voraussetzungen geschaffen werden. 

Weitere Informationen können Sie der Richtlinie Startklar in Zukunft entnehmen (siehe oben).

Schaffung von Jugendplätzen in den Kommunen 

Ziel ist die Schaffung von Treffpunkten für junge Menschen im öffentlichen Raum, um ihnen den notwendigen Austausch mit Gleichaltrigen zu ermöglichen. Weitere Informationen können Sie der Dienstleistung Startklar in Zukunft entnehmen.

Förderung von Kinder- und Jugendfesten 

Ziel ist die Schaffung von Freizeiterleben in Gemeinschaft für junge Menschen und damit die Kompensation der Einschränkungen von jungen Menschen, die durch die COVID-19-Pandemie hervorgerufen oder verstärkt wurden. Weitere Informationen können Sie der Dienstleistung Startklar in Zukunft entnehmen. 


Gesamtförderkatalog Jugendpflege und Jugendschutz:


Freizeitmaßnahmen (Kinder- und Jugenderholung)

1. Kindern und Jugendlichen sollen Angebote gemacht werden, die dem Alter und Bedürfnissen der Zielgruppe entsprechen. Die Methoden sollten abwechslungsreich und geeignet sein.
2. Nicht gefördert werden:

  • Fahrten mit touristischem Charakter, wie z.B. Besuch der Bundesgartenschau oder Grünen Woche und Besuche von Messen und Ausstellungen etc.

  • Veranstaltungen, die überwiegend mit verbandsspezifischen Inhalten durchgeführt werden, wie z.B. Teilnahme von Sportvereinen an rein sportlichen Turnieren, Freizeiten von kirchlichen Verbänden mit überwiegend religiösem Charakter, Freizeiten von politischen Jugendverbänden mit überwiegend politischen Inhalten sowie Teilnahme an Arbeitstagungen, die der Verbandsarbeit dienen.


3. Unter den nachstehenden Voraussetzungen wird je Tag und Teilnehmer ein Zuschuss in Höhe von 4,00 € gewährt. Jugendleiter mit gültiger Juleica-Card wird ein Zuschuss in Höhe von 5,50 € pro Tag gewährt.


4. Die Höchstdauer der Bezuschussung beträgt 14 Tage. An- und Abreisetag werden als 1 Tag gerechnet.


5. Die Teilnehmer dürfen nicht jünger als 6 Jahre und nicht älter als 26 Jahre alt sein.

 

 

Teilnahme von Kinder und Jugendlichen in besonderen Lebenslagen an Ferienfreizeiten

Für folgende Personengruppen können Veranstalter von Freizeitmaßnahmen die Übernahme des Eigenanteils beantragen:

  • Familien, die Arbeitslosengeld II, Kindergeldzuschlag, Leistungen aus dem Asylbewerberleistungsgesetz oder Wohngeld beziehen

  • Familien in besonderen Notsituationen

  • Einzelfälle mit Begründung.

Der Zuschuss wird direkt an den Veranstalter gezahlt, sofern die Maßnahme als förderungswürdig anerkannt ist und eine Mindestdauer von 3 Tagen (2 Übernachtungen) hat.

Ein Antrag kann formlos gestellt werden. Hierfür ist ein Nachweis der besonderen Lebenslage zu erbringen.

Außerschulische Jugendbildung

1. Gefördert werden können Veranstaltungen, die der außerschulischen Jugendbildung dienen. Dazu gehört allgemeine, politische, soziale, gesundheitliche, kulturelle, naturkundliche und technische Bildung (§ 11 Abs. 3 SGB VIII).
Eine Förderung ist nur möglich, wenn die Bildungsveranstaltungen offen für alle jungen Menschen sind, sie dürfen nicht ausschließlich oder überwiegend Interessen einzelner gesellschaftlicher Gruppen entsprechen, wie z.B. Veranstaltungen mit überwiegend parteipolitischen Inhalten.


2. Unter den nachstehenden Voraussetzungen werden folgende Zuschüsse gewährt:

  • 4,00 € je Tag und Teilnehmer bei nachgewiesener Übernachtung;

  • 3,30 € je Tag und Teilnehmer bei Veranstaltungen (mindestens 4 Stunden) ohne Übernachtung .


3. Referenten werden mit 50 % der Referentenkosten, max. 220,00 € bezuschusst.


4. Zuschüsse werden für max. 5 Tage gewährt.

 

 

Internationaler Jugendaustausch

1. Gefördert werden anerkannte Maßnahmen, die nach den Richtlinien des Bundes- bzw. Landesjugendplanes gefördert werden können, wobei die Gegenseitigkeit des Austausches gewahrt sein muss oder eine Maßnahme an einem dritten Ort stattfindet. Zu den Kosten, die durch einen internationalen Jugendaustausch

  • im Ausland entstehen, können Zuschüsse in Höhe von 4,30 € pro Tag und Teilnehmer aus dem Landkreis Grafschaft Bentheim gewährt werden

  • im Inland entstehen, können Zuschüsse in Höhe von 4,30 € pro Tag und Teilnehmer aus dem Ausland gewährt werden.

Jugendleiter mit gültiger Juleica-Card wird ein Zuschuss in Höhe von 5,50 € gewährt. Die Teilnehmer dürfen nicht jünger als 12 Jahre und nicht älter als 26 Jahre alt sein.


2. Die Programmdauer muss mindestens 7 Tage, darf jedoch höchstens 14 Tage betragen. An- und Abreisetag werden als 1 Tag gerechnet.


3. Bei Begegnungsmaßnahmen im Euregio-Gebiet wird bei einer Programmdauer von mindestens 3 Tagen ein Zuschuss in gleicher Höhe gewährt.

 

 

Aus- und Fortbildung von Jugendleitern (Juleica)

1. Um die Arbeit in den Jugendgruppen zu aktivieren, müssen die als Jugendleiter vorgesehenen Personen in eigens dafür eingerichteten Grund- und Fortbildungslehrgängen geschult werden.


2. Zu den Kosten werden folgende Pauschalsätze gewährt:
a)bei Lehrgängen mit nachgewiesener Übernachtung 8,80 € jeTag/Teilnehmer, höchstens jedoch 8 Tage,
b)bei Lehrgängen ohne Übernachtung 3,40 € je Tag/Teilnehmer, höchstens jedoch 14 Tage, wenn Kosten mindestens in dieser Höhe entstehen.


3. Die Teilnehmer müssen zum Zeitpunkt des Lehrgangs mindestens 15 Jahre alt sein und die für ihre Tätigkeit in der Jugendarbeit erforderliche persönliche Zuverlässigkeit besitzen.


4. Die teilnehmenden Referenten (Teamer) werden wie Teilnehmer bezuschusst. Je angefangene 10 Teilnehmer kann ein Referent eingesetzt werden.


5. Grund- und Fortbildungslehrgänge werden nur dann bezuschusst, wenn sie die Voraussetzungen der Niedersächsischen Juleica-Landesregelung erfüllen. Teilnehmer an Fortbildungslehrgängen werden dann bezuschusst, wenn sie mindestens an einem Grundlehrgang teilgenommen haben.


6. Die Förderung erfolgt nach Abschluss aller Kursteile.


7. Gefördert werden nur Juleica-Kurse bei denen die Niedersächsische Juleica-Landesregelung zur Ausstellung der bundeseinheitlichen Card für Jugendleiter eingehalten wird.

 

 

Erste-Hilfe-Ausbildung

Jugendleiter müssen in der Lage sein, in Notfällen Erste Hilfe leisten zu können. Es muss deshalb die Teilnahme an einem Kurs zur Erste-Hilfe-Ausbildung nach der nds. Landesrichtlinie zum Erwerb der Juleica nachgewiesen werden. Die Kosten für einen entsprechenden Erste-Hilfe-Kurs werden mit max. 5,60 € je Teilnehmer bezuschusst.

 

 

Materialien für die Jugendarbeit und Freizeiten

Zu den Kosten der Anschaffung von Materialien für die Jugendarbeit und für Freizeiten können ab einem Anschaffungswert von 400 € Zuschüsse in Höhe von 50 % der Kosten, höchstens 1.260,00 € je Gruppe und Jahr, gewährt werden.

 

 

Globalmittel - Zuschüsse für Jugendgruppen (die nicht Mitglied beim KSB sind)

1. Der Landkreis gewährt den anerkannten Jugendgruppen alljährlich Zuschüsse für die praktische Arbeit und für kleinere Anschaffungen und Veranstaltungen. Im Einzelfall wird eine Überprüfung bezüglich der zweckentsprechenden Verwendung der Zuschüsse vorbehalten.


2. Die Auszahlung der Globalmittel erfolgt auf der Grundlage eines mit dem Kreisjugendring vereinbarten Punktesystems. Die Meldebögen für die Punktmeldungen werden alle zwei Jahre an die Vereine/Verbände verschickt. Jeder Verein/Verband, welcher anerkannter Träger der Jugendarbeit ist, erhält einen Sockelbetrag von 100,00 € und zusätzlich einen Zuschuss auf Grundlage der ermittelten Punktzahlen.


3. Für den Fall, dass eine ordnungsgemäße Verwendung nicht nachgewiesen werden kann, falsche Angaben über Gruppenmitglieder bzw. Gruppen und Aktionen gemacht worden sind behält sich der Landkreis eine Rückforderung der Zuwendung vor.

Errichtung von Jugendräumen und Jugendheimen

Für den Neubau bzw. die Erweiterung von Jugendheimen/-räumen bzw. zu den Kosten der Erstausstattung werden folgende Zuschüsse gezahlt:


a)25% der förderungsfähigen Gesamtkosten, höchstens 50.000,00 €, wenn die Räumlichkeiten ausschließlich von Jugendlichen genutzt werden;


b)12,5 % der förderungsfähigen Gesamtkosten, höchstens 25.000,00 €, wenn die für die Jugendarbeit vorgesehenen Räumlichkeiten auch von Erwachsenen mit genutzt werden.


Es gelten die Förderbedingungen der Rahmenrichtlinie des Landkreis Grafschaft Bentheim für investive Förderungen.
Für die Förderung werden nur die unmittelbar anfallenden Kosten für den Jugendraum bzw. für den gemeinsam mit den Erwachsenen genutzten Raum (ohne Nebenräume) berücksichtigt. Im Zweifelsfall hat der Antragsteller diese Voraussetzung nachzuweisen.
Es kann pro Bauvorhaben nur eine der beiden vorgenannten Alternativen beantragt werden.

 

 

Integration von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund

Gefördert werden Maßnahmen zur Förderung der Integration Kinder und Jugendlicher mit Migrationshintergrund. Über eine Förderung und ggf. die Höhe des Zuschusses wird im Einzelfall entschieden. Bevorzugt gefördert werden Maßnahmen mit einer hohen Einbeziehung von Teilnehmern mit Migrationshintergrund aus dem Kreisgebiet und bei denen es sich nach ihrem Charakter um tatsächliche Begegnungsmaßnahmen handelt.


Maßnahmen mit vorwiegend verbandsspezifischen Inhalten sowie Sprachkurse werden nicht gefördert.

 

 

Besondere Angelegenheiten

Gefördert werden können Maßnahmen, die aufgrund ihrer Inhalte und Ziele zwar förderungswürdig sind, aber für die aufgrund der derzeitig bestehenden Förderrichtlinien kein Zuschuss gezahlt werden kann. Über eine Förderung und ggf. die Höhe des Zuschusses wird im Einzelfall entschieden.

 

 

Jugendkulturetat

1. Der Landkreis stellt finanzielle Mittel für jugendkulturelle Veranstaltungen (Konzerte, Theater, Lesungen etc.) zur Verfügung.


2. Die Fördersumme beträgt max. ein Drittel der förderfähigen Gesamtkosten.

 

 

Jugendkulturelle Projekte

1. Gefördert werden Vereine und Verbände, Initiativen, Gruppen und Schulen mit Sitz im Landkreis Grafschaft Bentheim mit ihren jugendkulturellen Projekten in den Bereichen Musik, Tanz, bildende Kunst, Theater, Foto, Film, Malerei und Medien.
2. Die Höhe der Förderung beträgt 80 % der förderfähigen Gesamtkosten (inkl. Verbrauchsmaterialien). Der Höchstbetrag der Förderung wird auf 1.050,00 € pro Antrag begrenzt.

 

 

Einrichtung von kostenfreien WLAN-Angeboten in Jugendräumen (Förderzeitaum 2020-2021)

1. Gefördert werden können Jugendräume, welche überwiegend durch Kinder und Jugendliche genutzt werden und dort nur ein unzureichendes oder ein nicht vorhandenes WLAN-Angebot besteht. Außerdem muss der Ausschluss der missbräuchlichen Benutzung gewährleistet werden.


2. Gefördert werden können

  • Hausanschluss

  • Installation durch Fachfirma

  • Hardware, wie z.B. Access Points (Zugangspunkte)

  • Jugendschutzgemäße Sicherung des Netzwerkes

  • Workshops für haupt- und ehrenamtliches Personal

 

3. Nicht gefördert werden laufende Kosten (z.B. Vertrag mit dem Anbieter), sowie Reparaturen und Ersatzbeschaffungen.


4. Die maximale Zuschusshöhe beträgt 2.100 €.

 

 

Genderprojekte

Gefördert werden Projekte und Fortbildungsveranstaltungen die zur Geschlechtergerechtigkeit beitragen. Über eine Förderung und ggf. die Höhe des Zuschusses wird im Einzelfall entschieden.

 


 

 

Jugendschutz

Kinder und Jugendliche sind in der heutigen Zeit vielen Einflüssen und Reizen ausgesetzt. Den Umgang mit diesen zu lernen, ist nicht immer einfach. Oft ist es den Erwachsenen nicht möglich sie komplett von Einflussbereiche, die nicht dem Alter, der physischen oder psychischen Reife der Kinder gerecht werden, fernzuhalten. Und nicht jedes Kind oder jeder Jugendliche ist stark genug, sich vor diesen Einflüssen selbst schützen zu können.

 

In der öffentlichen Diskussion wurde in der Vergangenheit häufig Besorgnis über folgende Entwicklungen geäußert:
 

Gefährdung durch Aids, ungewollte Schwangerschaft, sexuelle Gewalt

Gewalttätige und radikale Verhaltensweisen einer steigenden Zahl von Jugendlichen

Gefährliche Konsumgewohnheiten junger Menschen in Bezug auf legale und illegale Suchtmittel

Wachsendes Angebot von Medien, wobei in Teilbereichen besonders problematische Entwicklungen zu beobachten sind (z.B. Brutalisierung, Sexismus, Pornografie)

Zunehmende Kenntnis über Gewalt und sexuellen Missbrauch in Familien

Gefährdung von Jugendlichen durch totalitäre Jugendsekten und destruktive Kulte.

 

Aufgaben:

 

Der kontrollierende Jugendschutz
Gegenüber besonders eindeutigen Gefahrentatbeständen hat der Gesetzgeber Verbotsschranken errichtet. Das bekannteste Jugendschutzgesetz hierbei ist:
 

Das Jugendschutzgesetz (JuSchG)

 

Die Aufgabe des Jugendschutzes ist es hier, die Einhaltung des o.g. Gesetzes zu kontrollieren und Gewerbetreibende diesbezüglich im Vorfeld zu unterstützen und zu beraten.

 

Der erzieherische Jugendschutz
Ein Fernhalten oder Bewahren vor Gefahren ist in der heutigen Gesellschaft bei der Vielfalt der möglichen Gefährdungen nicht zu realisieren und auch nicht sinnvoll. Nicht jede Gefährdung ruft auch zwangsläufig eine Schädigung hervor. Mit den meisten Gefährdungen muss man vielmehr den richtigen Umgang lernen. Mit ihnen ist ein Risiko verbunden, das abgeschätzt werden muss.

 

Prävention ist insofern in der Jugendarbeit ein wichtiges Thema. Kinder und Jugendliche sollen sowohl informiert und aufgeklärt als auch dabei unterstützt werden, einen bewussten und verantwortungsvollen Umgang mit den potenziellen Gefahren des täglichen Lebens zu erlernen. Aufgabe des Jugendschutzes ist es hier, entsprechende Aktionen, Maßnahmen und Projekte zu initiieren bzw. zu fördern.

 

Daneben müssen aber auch Eltern, LehrerInnen, ErzieherInnen, JugendgruppenleiterInnen, etc. in der Lage sein, Gefährdungen für Kinder und Jugendliche zu erkennen, und den ihnen anvertrauten Kindern und Jugendlichen Orientierungen und Hilfen zu geben, mit den diesen Gefährdungen kritisch und verantwortlich umzugehen.
Dem Jugendschutz fällt hier insbesondere die Aufgabe zu, diese in ihrer Arbeit zu unterstützen und ihnen entsprechende Anregungen, Informationen und Handreichungen zu geben.

 

Angebote:
Aus diesem Grund bieten wir Ihnen telefonisch oder per E-Mail Informationen zu foglenden Themen an:
 

Sucht und Drogen

Gewalt

Kindesmißhandlung

Medien

Pubertät

Rechtsfragen(Aufsichtspflicht)

Jugendschutzgesetze

 

Zudem versuchen wir Sie, bei folgendem zu unterstützen:
 

Beschaffung von Materialien zu aktuellen Jugendschutzthemen
für Schule oder Beruf

Ihrer Arbeit in einer Jugendgruppe oder mit Eltern

Suche nach Referenten für einen Elternabend

Durchführen einer Informationsveranstaltung, z.B. in Ihrer Jugendgruppe oder im Elternkreis

Fortbildung für JugendleiterInnen in Ihrem Verein

Organisation und Suchen nach inhaltlicher oder finanzieller Unterstützunge bei einem Projekt für Kinder oder Jugendliche

Beschaffung von Adressen von Referenten, Theatergruppen, etc.

 


Förderung des Jugendschutzes

 

Allgemeine Fördergrundsätze

1. Zuschüsse nach diesen „Richtlinien zur Förderung von Maßnahmen des Jugendschutzes“ können nur auf Antrag und im Rahmen der dafür vorgesehenen Haushaltsmittel gewährt werden.


2. Gefördert werden können

  • Anerkannte Träger der Jugendhilfe im Sinne des SGB VIII

  • Schulen

  • Kindertageseinrichtungen

 

3. Die Teilnehmer an Maßnahmen müssen

  • soweit es sich um Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene unter 27 Jahren handelt, ihren Wohnsitz im Landkreis Grafschaft Bentheim haben

  • soweit es sich um Eltern und Personensorgeberechtigte handelt, ihren Wohnsitz im Landkreis Grafschaft Bentheim haben

  • soweit es sich um Multiplikator/innen handelt, ihren Arbeitsbereich im Landkreis Grafschaft Bentheim haben

 

4. Anträge für beabsichtigte Maßnahmen sind bei der Abteilung 52 –Familie, Jugend, Sport und Integration - des Landkreises Grafschaft Bentheim unter der Angabe

  • der Projektbeschreibung

  • der Projektleitung (Ansprechpartner)

  • evtl. Kooperationspartner und Referenten

  • des Termins, der Dauer und des Ortes der Maßnahme

  • des Veranstaltungsprogramms

  • einer Kostenaufstellung

vor Beginn der Maßnahme zu stellen.
Aus der Antragstellung kann ein Anspruch auf einen Zuschuss nicht hergeleitet werden. Nach Eingang des vollständigen Antrages erhält der Antragsteller einen Bescheid darüber, ob und in welcher Höhe Mittel in Aussicht gestellt werden können.


5. Über Zuschussanträge entscheidet die Abteilung 52 – Familie, Jugend, Sport und Integration – des Landkreises Grafschaft Bentheim. Über gewährte Zuschüsse wird dem Jugendhilfeausschuss einmal jährlich berichtet.
6. Der Antragsteller muss innerhalb einer Frist von zwei Monaten nach Beendigung der Maßnahme die zweckentsprechende Verwendung der zugesagten Fördermittel der Abteilung 52 – Familie, Jugend, Sport und Integration – beim Landkreis Grafschaft Bentheim nachweisen. Nach der Prüfung dieses Nachweises wird der Zuschuss ausgezahlt. Soweit ein Nachweis nicht innerhalb der Frist von zwei Monaten erbracht wird, erlischt der Anspruch auf einen Zuschuss. Ein Zuschuss kann dann nur noch ausgezahlt werden, wenn noch Haushaltsmittel vorhanden sind.
7. Bemessungsgrundlage für den Zuschuss sind die nachgewiesenen förderfähigen Kosten. Dabei wird die kreisseitige Förderung im Regelfall auf höchstens 80% der förderfähigen Kosten begrenzt.
Abweichend von dieser Regelung

  • kann sich, soweit Projekte sich aus mehreren Einzelmaßnahmen zusammensetzen, dabei insbesondere die Einbindung mehrerer Zielgruppen und Zielebenen vorsehen und damit ein größeres, auch finanzielles Volumen erreichen, die Förderhöhe der enthaltenen Einzelmaßnahmen auf bis zu 100% der entstandenen förderungsfähigen Kosten erhöhen

  • werden Theateraufführungen nur gefördert soweit sie ein zusätzlicher Bestandteil von Projekten sind. Die Förderhöhe beträgt maximal 50% der entstandenen förderungsfähigen Kosten

  • werden WenDo-Kurse für Mädchen und Selbstbehauptungskurse für Jungen mit maximal 50% der entstandenen und nachgewiesenen Kosten gefördert. Im begründeten Einzelfall kann aufgrund spezifischer sozialer Problemlagen eine Teilnahmegebühr zusätzlich übernommen werden.

8. Hauptamtliche Mitarbeiter des Antragstellers werden in ihrer Funktion als Referent von Maßnahmen nicht bezuschusst.
9. Einzelfallhilfen werden nicht bezuschusst.

Stärkung der Medienkompetenz

Inhaltliche Förderkriterien


Projekte zur Stärkung der Medienkompetenz sollen sich an folgende Zielgruppen wenden:


1. Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene
Gefördert werden Maßnahmen, die jugendtypische Medien sowie deren Chancen und Risiken thematisieren und konkrete Hilfestellungen für einen kompetenten, reflektierten und risikoarmen Umgang mit ihnen geben. Gefördert werden zudem Maßnahmen im Sinne des peer-to-peer Ansatzes, wie die Ausbildung von Schüler zu „Medien-Scouts“, die ihren Mitschüler als Ansprechpartner insbesondere bei Fragen zur Nutzung der sog. Web 2.0 Angebote (z.B. soziale Netzwerke) zur Verfügung stehen.


2. Eltern, Personensorgeberechtigte
Gefördert werden Angebote wie Elternabende oder Informationsveranstaltungen, die jugendtypische Medien, deren Chancen und Risiken sowie das Nutzungs- verhalten von Kindern und Jugendlichen thematisieren. Sie sollen Erziehende dabei unterstützen, eine kompetente Mediennutzung ihrer Kinder zu fördern und zu begleiten.


3. Multiplikatoren-Teams in Schule, Kindertageseinrichtungen und Jugendverbänden
Gefördert werden Informationsveranstaltungen und Team-Fortbildungen zu Fragen der Mediennutzung von Kindern
und Jugendlichen und Möglichkeiten der Einflussnahme im Bereich von Kita, Schule und Freizeit.
Soweit die beantragten Projekte von bundesweit oder landesweit tätigen Einrichtungen (Landesmedienanstalt, Landesstelle Jugendschutz u.ä.) für die Zielgruppen der Antragsteller kostenfrei angeboten werden oder einen Eigenanteil verlangen, der mit dem seitens des Landkreises geforderten Eigenanteil in der Höhe vergleichbar ist, sind die Projekte vorrangig bei diesen zu beantragen.

 

 

Prävention von Gewalt und Mobbing

Inhaltliche Förderkriterien


Gewaltpräventive Projekte sollen sich an folgende Zielgruppenwenden:


1. Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene unter 27 Jahren
Gefördert werden Maßnahmen zur Persönlichkeitsstärkung, zur Stärkung sozialer Kompetenzen, zum Kommunikations- und Konflikttraining und zur Streitschlichtung.


2. Multiplikatoren-Teams in Schule, Kindertagesstätten, Jugendverbänden
Gefördert werden Informationsveranstaltungen und Team-Fortbildungen mit Informationen zur Gewaltproblematik, dem Training eines adäquaten Umgang mit Konfliktsituationen und der Vermittlung von Trainingskonzepten für Kinder und Jugendliche.


3. Eltern, Personensorgeberechtigte
Gefördert werden Angebote für Eltern und Personensorgeberechtigte, wenn deren Kinder an den obengenannten gewaltpräventiven Maßnahmen teilnehmen. Die Angebote sollen Verhaltenstipps und Strategien zum Umgang mit Gewaltphänomenen vermitteln.

 

 

Alkoholprävention

Inhaltliche Förderkriterien

 

Projekte zur Alkoholprävention sollen sich an folgendeZielgruppen wenden:

 

1. Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene unter 27 Jahren

Gefördert werden Maßnahmen, die über risikoarmen Alkoholkonsum in Abgrenzung zu riskantem Konsum informieren, Hintergrundinformationen zu Funktionen des Drogenkonsums geben und über die Wirkungsweise von Drogen aufklären. Die Angebote sollen einen kompetenten, reflektierten und risikoarmen Umgang mit Alkohol fördern.

 

2. Eltern, Personensorgeberechtigte

Gefördert werden Maßnahmen, die über risikoarmen Alkoholkonsum in Abgrenzung zu riskantem Konsum informieren, Hintergrundinformationen zu Funktionen des Drogenkonsums – vor allem bei Kindern und Jugendlichen / in der Pubertät – geben und über die Wirkungsweise von Drogen aufklären. Die Angebote sollen zur Stärkung der Erziehungskompetenz von Eltern und Personensorgeberechtigten beitragen und sie in die Lage versetzen, einen risikoarmen, reflektierten Umgang mit Alkohol bei ihren Kindern zu fördern.


3. Multiplikatoren.
Teams in Schulen, Kindertageseinrichtungen und Jugendverbänden
Gefördert werden Informationsveranstaltungen und Team-Fortbildungen, die über risikoarmen Alkoholkonsum in Abgrenzung zu riskantem Konsum informieren, Hintergrundinformationen zu Funktionen des Drogenkonsums – vor allem bei Kindern und Jugendlichen in der Pubertät – geben und über die Wirkungsweise von Drogen aufklären. Die Angebote sollen Multiplikatoren in die Lage versetzen, einen risikoarmen, reflektierten Umgang mit Alkohol bei Jugendlichen zu fördern.

 

 

Fortbildungsmaßnahmen im Bereich Gewalt und sexuelle Gewalt

Diese Förderung ist an die Richtlinie "Außerschulische Jugendbildung" angelehnt.

 

1. Gefördert werden Präventionsmaßnahmen zur Verhinderung von Gewalt und sexueller Gewalt sowie Schulungen zum Thema „Kindeswohl“.

 

2. Unter den nachstehenden Voraussetzungen werden folgende Zuschüsse gewährt:

  • 4,00 € je Tag und Teilnehmer bei nachgewiesener Übernachtung;

  • 3,30 € je Tag und Teilnehmer bei Veranstaltungen (mindestens 4 Stunden) ohne Übernachtung.

 

3. Referenten werden mit 80 % der Referentenkosten, max. 550,00 € bezuschusst.

 

4. Zuschüsse werden für max. 5 Tage gewährt.