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NSG Itterbecker Heide - Änderung LSG Uelsener Berge

NSG "Itterbecker Heide"
Das etwa 126 ha große Naturschutzgebiet befindet sich in der Gemeinde Itterbeck nordwestlich der Ortslage Itterbeck.
Die Itterbecker Heide stellt eines der größten zusammenhängenden Sandheidegebiete in Westniedersachsen dar. Geprägt wird es durch ihre erd- und bodengeschichtlich bedingten, stark bewegte Oberflächengestalt (Dünen- und Stauchendmoränengelände) mit den angrenzenden lichten Waldbeständen, bestehend aus Wacholdern, Zwergstrauchheiden und Magerrasen. Der hohe Flächenanteil schutzwürdiger Biotoptypen wie z.B. Zwergstrauch- und Wacholderheide sowie Trockenrasen, stellen die Grundlage für die Schutzwürdigkeit des Gebietes dar. Unter anderem kommen als floristische Besonderheiten die Quendel-Seide und der Wacholder vor. Weiterhin handelt es sich bei der Vegetation der zum Teil aufgeforsteten Heideflächen um Pflanzengesellschaften extrem nährstoffarmer Sandböden. Die Vielzahl schutzwürdiger Lebensräume und die damit verbundene zum Teil äußerst seltene Tier- und Pflanzenwelt führten zur Meldung der Itterbecker Heide als Gebiet nach der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie der Europäischen Union. Das Gebiet ist damit Bestandteil des europäischen Naturerbes und dient somit dem Erhalt der biologischen Vielfalt in Europa.

 

Itterbecker Heide, Foto: Landkreis Grafschaft Bentheim

 

Das Gebiet steht seit 1939 unter Naturschutz. Zuständige untere Naturschutzbehörde ist der Landkreis Grafschaft Bentheim. Im Rahmen der Natura 2000-Kulisse musste die Naturschutzgebietsverordnung Itterbecker Heide nach nationalem Recht angepasst werden. Die neue Verordnung ist seit der Verkündung im Nds. Ministerialblatt 29/2017, S. 979 ff. in Kraft getreten.

 

Änderung Landschaftsschutzgebiet Uelsener Berge
Neben der Neuausweisung des NSG "Itterbecker Heide" war eine Änderung des Landschaftsschutzgebietes (LSG) "Uelsener Berge" notwendig. Das Landschaftsschutzgebiet, welches am 22. Mai 1995 unter Schutz gestellt wurde, umfasst auch das o. g. FFH-Gebiet Itterbecker Heide sowie die darüber hinaus gehenden Flächen, die im Rahmen der Neuausweisung insgesamt als Naturschutzgebiet unter Schutz gestellt wurden.

 

Durch diese Unterschutzstellung wäre ein Gebietsteil im LSG sowohl als LSG als auch als NSG gesichert. Durch diese doppelte Sicherung kann es zu Unklarheiten hinsichtlich der geltenden Normen kommen.

 

Zur Klarstellung, welche Vorschriften im neu ausgewiesenen Naturschutzgebiet „Itterbecker Heide“ künftig gelten sollen, wurde der Teilbereich der künftig sowohl Naturschutz- als auch Landschaftsschutzgebiet wäre, nur als Naturschutzgebiet gesichert. Somit war eine Teilaufhebung des Landschaftsschutzgebietes notwendig. Diese Teilaufhebung trat ebenfalls durch Veröffentlichung im o. g. Ministerialblatt in Kraft.

 

Folgende Unterlagen können auf diesen Seiten eingesehen werden: