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Drogenberatungsstelle

 


Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger!

 

Um unsere Besucher*innen sowie die in der Drob Beschäftigten weitestgehend gesundheitlich zu schützen,

und um eine schnelle und effektive Unterbrechung von Corona-Infektionsketten zu unterstützen,

möchten wir Sie freundlich bitten:

  • auf eine unnötige Anzahl von Nahkontakten zu verzichten;
  • bei Erstkontaktaufnahme zunächst über Telefon oder E-Mail Kontakt zu uns aufzunehmen;
  • auf den Verkehrsflächen der Drob eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen;
  • zur Wahrnehmung des vereinbarten Termins zu klingeln;
  • sich zu gedulden, wenn nicht unmittelbar geöffnet bzw. ein*e Ansprechpartner*in zur Verfügung steht (Sie werden von uns hinein- und hinausgeleitet);
  • sich nach dem Betreten des Gebäudes die Hände zu waschen (eine Möglichkeit dazu ist ausgewiesen) sowie
  • Händeschütteln und Körperkontakt zu unterlassen und die geltenden Hygienebestimmungen (Abstandsregel, Husten-/Niesetikette etc.) zu beachten.

 

Sollten Sie für eine Covid-19-Erkrankung typische Krankheitssymptome (wie Husten, Schnupfen, Halsschmerzen, Fieber, Atemnot) haben, sagen Sie den vereinbarten Termin bitte ab!

Bei hohem Fieber und schwerer Atemnot wird eine umgehende Vorstellung in der Euregio-Klinik empfohlen.

 

Ihre Mitarbeiter*innen der Drogenberatungsstelle Nordhorn

 

Tel.: 0 59 21 - 96 39 02             

lothar.bergner@grafschaft.de      Fax: 05921-96-53906

antje.schrader@grafschaft.de      Fax: 05921-96-53905

dagmar.urbaniak@grafschaft.de  Fax: 05921-96-53904

julia.kuenzel@grafschaft.de         Fax: 05921-96-53907

patrick.kaminski@grafschaft.de    Fax: 05921-96-53902

 

Zusatz für das Möbellager!

Auch unser Möbellager ist aktuell in seiner Arbeit eingeschränkt:

  • Die bereits genannten Regeln gelten auch für den gesamten Arbeitstrainingsbereich bzw. das gesamte Möbellager.
  • Besichtigungen zwecks Erwerbs von Möbeln sind nur nach telefonischer oder schriftlicher (E-Mail) Vereinbarung möglich.
  • Sonstige Anliegen müssen ebenfalls zunächst durch Telefonate oder E-Mail-Kontakt abgeklärt werden.
  • Wenn Sie das Möbellager aufsuchen, gehen Sie bitte um das Gebäude herum (über die Straße Am Buschkamp), in den Hof des Gebäudes und klingeln Sie dort. Hier ist ebenfalls eine Möglichkeit eingerichtet, sich die Hände zu waschen.
  • Betreten Sie bitte nicht die private Metalltreppe in das Obergeschoss!
  • Möbelspenden werden nach telefonischer Absprache abgeholt.

Ihre Mitarbeiter*innen des Möbellagers / Arbeitstrainingsbereiches

Tel.: 0 59 21 - 96 39 01               Fax: 0 59 21 - 96 - 53908

jan.reurik@grafschaft.de

hans-gerd.steiner@grafschaft.de


 

DROGENBERATUNGSSTELLE

Ansicht Drob
Drob Nordhorn

 

Anschrift:

Kistemakerstr. 5-7

48527 Nordhorn

 

Kontakt:

Tel.: 0 59 21 - 96 39 00                                                 

 

Die Drogenberatungsstelle bietet in der Ober- und der Niedergrafschaft im wöchentlichen Wechsel Sprechstunden an:

  • in der Obergrafschaft im Schüttorfer Jugendzentrum Komplex, Mauerstraße 56, 48465 Schüttorf
  • in der Niedergrafschaft im Gemeindehaus der altref. Gemeinde Emlichheim, Mühlenstraße 17, 49824 Emlichheim

 

Ansprechpartner:
Lothar Bergner,      0 59 21 - 96 39 06,  Fax: 05921-96-53906,    lothar.bergner@grafschaft.de
Antje Schrader,      0 59 21 - 96 39 05,   Fax: 05921-96-53905,    antje.schrader@grafschaft.de
Dagmar Urbaniak,   0 59 21 - 96 39 04,  Fax: 05921-96-53904,    dagmar.urbaniak@grafschaft.de

Julia Künzel,           0 59 21 - 96 39 07,  Fax: 05921-96-53907,    julia.kuenzel@grafschaft.de

 

An die Drogenberatungsstelle können sich alle Personen wenden, die als Betroffene oder als Angehörige (Partner*in, Kinder, Eltern, Freunde, Kolleg*innen etc.) von Abhängigkeit / Sucht betroffen oder bedroht sind.

Neben der klassischen Einzel-, Paar- und Familienberatung werden Gruppen für path. Glücksspieler, Eltern, Junioren etc. angeboten.

Darüber hinaus stehen die Mitarbeiter*innen für präventive Maßnahmen unterschiedlicher Zielrichtung zur Verfügung.

 

Angebote der Drogenberatungsstelle:

  • Beratung

Die Beratung durch die MitarbeiterInnen der Drogenberatungsstelle steht allen Ratsuchenden in vertraulicher Atmosphäre offen.

 

Die Beratung leitet eine Selbsterforschung und Selbstreflexion an. Sie dient dem Erkennen von schädigendem Verhalten und von Veränderungsmöglichkeiten. Mit dem Aufdecken von Ressourcen und Alternativen ist dieses die Grundlage für die Erarbeitung einer Veränderungsmotivation und der Veränderungsschritte.

 

Arbeitsschwerpunkte sind:

  • Beratung und Information von Betroffenen und Angehörigen
  • Motivation, Diagnostik, Indikation
  • Vorbereitung, Vermittlung und Begleitung bei therapeutischen Maßnahmen
  • Krisenintervention
  • Beratung bei einer Führerscheinproblematik durch Suchtmittelgebrauch
  • Prävention und betriebliche Suchtprävention

 

Die Beratung ist kostenlos und kann auf Wunsch anonym erfolgen.

Die Mitarbeiter sind zur Verschwiegenheit verpflichtet und verfügen im Bereich der Drogenberatung über ein Zeugnisverweigerungsrecht.

 

  • Krisenintervention

Krisenintervention beinhaltet sofortige Hilfe in psychischen und sozialen Ausnahmesituationen.
Ziel ist eine möglichst rasch eintretende seelische, soziale und körperliche Stabilisierung der Klientel. Nach positiv erfolgter Intervention kann die gemeinsam bewältigte Krise eine Chance sein, Defizite in Problembewältigungsstrategien auszugleichen und anhand des Beispiels "Krise" neue Lösungsstrategien zu erproben.

 

  • Drogen

Als Drogen bezeichnet man die illegalen bewusstseinsverändernden Substanzen. Diese unterliegen dem Betäubungsmittelgesetz, welches den Einsatz dieser Substanzen auf medizinisch-therapeutische Anwendungen begrenzt.

 

Häufig beginnt der Konsum aufgrund eines Neugierverhaltens. Daraus kann sich ein regelmäßiger Konsum entwickeln, der letztendlich auch zu einer Abhängigkeit führen kann.

 

Zu den illegalen Drogen zählen Cannabis (Marihuana, Haschisch), Stimulanzien (z.B. Amphetamine), Kokain, Halluzinogene (z.B. LSD), Opioide (z.B. Morphin, Heroin).

 

Betroffene Menschen sind in der Regel auf die Beschaffung und den Konsum der Droge fixiert, sodass dieses neben den körperlichen und psychischen Folgeerscheinungen zu sozialen Schädigungen führt.

 

  • Alkohol

Alkohol zählt ebenfalls zu den bewusstseinsverändernden Substanzen, die bei übermäßigem und häufigem Konsum die Gesundheit gefährden können.
In unserer Gesellschaft ist Alkohol als Rauschmittel überall verfügbar und gesellschaftlich, insbesondere bei Feierlichkeiten weitgehend akzeptiert.

Aus medizinischer Sicht wird ein risikoarmer Konsum empfohlen, um die Entwicklung einer Abhängigkeitserkrankung auszuschließen. Risikoarmer Konsum bedeutet: kein täglicher Konsum und eine eingeschränkte Trinkmenge (siehe Link).

Übermäßiger Alkoholkonsum führt in der Regel zu weitgreifenden Beeinträchtigungen auf allen Ebenen des Lebens (körperliche- und psychische Gesundheit sowie soziale Bereiche wie Familie, Arbeitsleben, wirtschaftliche Situation usw.).

 

Während einer Schwangerschaft kann jeglicher Alkoholkonsum von Beginn an zu gravierenden Schäden beim Ungeborenen führen. Diese Gefahr wird häufig unterschätzt und hat in der Prävention der Drogenberatungsstelle einen hohen Stellenwert. In der Gesellschaft besteht leider oft die trügerische Meinung, solche Schäden träten ausschließlich bei Kindern von „Alkoholikerinnen“ auf.

 

Selbsttest:
https://www.kenn-dein-limit.de/selbst-tests/#_

 

  • Medikamente 

Die medizinische Verordnung von Medikamenten dient der Prävention, Verbesserung oder Beseitigung von Krankheiten. Neben den erwünschten Effekten können jedoch bei deren Gebrauch auch ungeeignete „Nebenwirkungen“ auftreten:
Viele Medikamente besitzen ein Abhängigkeitspotential. Besonders zählen hierzu Schlaf-, Beruhigungs- und Schmerzmittel. Somit verlangt ein missbräuchlicher Konsum ebenso viel Beachtung wie Alkohol- oder Drogenkonsum.
Die Entwicklung hin zu einem missbräuchlichen Konsum erfolgt meist unbemerkt und schleichend.

 

Die Mitarbeiter der Drogenberatungsstelle stehen Betroffenen/Angehörigen mit Beratung und Information zur Verfügung.

 

  • Pathologisches Glücksspiel

Pathologisches Glücksspiel wird als ein andauerndes, wiederkehrendes und oft noch gesteigertes Glücksspielverhalten trotz negativer persönlicher und sozialer Konsequenzen wie Verschuldung, Zerrüttung familiärer Beziehungen und Beeinträchtigung der beruflichen Entwicklung definiert.

 

Neben dem „terrestischen“ Spiel an Geldspielautomaten in sogenannten Spielhallen, Gaststätten, Raststätten und staatlichen Casinos, hat sich schon seit längeren das „online“ Spielen in Form von Poker, Black Jack, etc., etabliert.
Das „Wetten“ hat sich in den letzten Jahren als weiteres, hoch problematisches Feld sowohl „vor Ort“ aber im Besonderen online entwickelt.

 

Betroffene und/oder deren Angehörige erhalten in der Drob Beratung und Information. Eine Vorbereitung und Begleitung in eine stationäre oder ambulante Rehabilitation kann erfolgen.
Für Betroffene besteht die Möglichkeit sich der Spielergruppe anzuschließen.

 

www.check-dein-spiel.de

 

Niedersächsische Landesstelle für Suchtfragen e.V.
www.nls-online.de

 

Deutsche Hauptstelle gegen die Suchtgefahren (DHS) e.V.
www.dhs.de

 

Forum für Glücksspielsüchtige und ihre Angehörigen
www.forum-gluecksspielsucht.de

 

  • Pathologischer Mediengebrauch

Das Benutzen von Smartphones, Tablets, Laptops, Computern und Spielcomputern hat sich in unserem Alltag etabliert.
Die Welt des Internets, Computerspiele und sozialer Netzwerke sind für die Nutzer spannend und bedeuten für die meisten Menschen Spaß und haben sich als Freizeitaktivität entwickelt.

Andere, vor allem Kinder und Jugendliche, sind so fasziniert, dass das reale Leben an Stellenwert verliert.

 

Wenn also

  • der Stellenwert der Medien wichtiger als die reale Welt wird,
  • die Freizeitgestaltung hauptsächlich durch den Medienkonsum bestimmt wird,
  • ständige Müdigkeit auftritt,
  • schulische und häusliche Pflichten vernachlässigt werden,
  • der PC als Trostspender dient oder
  • als Regulativ von Stress eingesetzt wird,

stehen die Mitarbeiter der Drogenberatungsstelle Betroffenen/Angehörigen mit Beratung und Information zur Verfügung.

 

www.klicksafe.de

 

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
www.bzga.de

 

Selbsthilfegruppen/weitere Informationen
www.onlinesucht.de
www.aktiv-gegen-mediensucht.de
www.spielbar.de
www.chatten-ohne-risko.net
www.mobbing.seitenstark.de
www.internet-beschwerdestelle.de
www.jugendschutz.net
www.computersuchthilfe.info

 

  • Rehabilitation

Neben der stationären Rehabilitation bei Abhängigkeitsstörungen kann unter bestimmten Voraussetzungen eine ambulante Rehabilitation durchgeführt werden:
Ambulante medizinische Rehabilitation Sucht.

 

In der Grafschaft Bentheim wird die ambulante Rehabilitation von der „Fachambulanz Sucht Grafschaft Bentheim“ im Verbund aus der Drogenberatungsstelle und der „Ökumenischen Fachambulanz Sucht“ durchgeführt.

 

Mittlerweile bietet das aktuelle Rehabilitationswesen differenzierte Behandlungsformen an.

Die Mitarbeiter stehen für eine individuelle Beratung zur Verfügung.

 

  • Substitution

Für eine nicht geringe Zahl von Opiatabhängigen ist eine abstinente Lebensführung nicht oder noch nicht möglich. Für diesen von psychosozialer Verelendung bedrohten Klientenkreis ist die sogenannte Substitutionsbehandlung vorgesehen.
In Abstimmung mit den behandlungsführenden Substitutionsärzten wird durch die Mitarbeiter der Drogenberatungsstelle die psychosoziale Begleitung sichergestellt.

 

  • Primärprävention

Durch eine Vielzahl von Maßnahmen wird versucht, die Öffentlichkeit über die Suchtproblematik im Allgemeinen und die Grafschafter Verhältnisse im Besonderen zu informieren. Die Primärprävention dient letztlich dazu, die Persönlichkeit des Einzelnen zu stärken, die Lebenskompetenz zu fördern und auf die Lebensumwelt in einem gesundheitsfördernden Sinn Einfluss zu nehmen.

 

  • Schulische und außerschulische Gruppenangebote für Kinder und Jugendliche

Suchtprävention zielt darauf ab, die Entstehung einer Sucht sowie den Missbrauch von Suchtmitteln zu verhindern.

Dabei versteht sich die Suchtprävention als eigenständiger Bereich der Gesundheitsförderung. Im Mittelpunkt steht vor allem die Stärkung derjenigen Faktoren, die vor Missbrauch und Sucht schützen, z.B. Selbstvertrauen, Stressbewältigung, Konfliktfähigkeit, Entscheidungsfähigkeit oder Wissen.

Suchtprävention bedeutet auch das Entwickeln von Risikokompetenzen, das heißt, einen kompetenten Umgang mit Suchtstoffen zu erlernen, sowie die Früherkennung und Frühintervention bei riskantem Konsumverhalten.

 

In den Präventionsveranstaltungen für z.B. Schulklassen, Konfirmanden und Jugendgruppen möchten wir die Motivation der Jugendlichen fördern, sich mit allen relevanten Aspekten rund um die Themen Konsum und Abhängigkeit auseinanderzusetzen.

Dabei haben sie die Möglichkeit, auch Gedanken und Gefühle auszudrücken, die im Lebensalltag mit Erwachsenen häufig tabuisiert sind.

Die Erfahrung in den Präventionsveranstaltungen soll Kinder und Jugendliche motivieren, sich gegebenenfalls für Beratung und Unterstützung professionelle Hilfe zu suchen.

 

Die Mitarbeiter der Drogenberatungsstelle bieten auf Anfrage individuell ausgerichtete Informationsveranstaltungen an.

 

  • Primärpräventive Angebote für Erwachsene

Für unterschiedliche Zielgruppen besteht die Möglichkeit, sich über die Suchtproblematik im Allgemeinen, für die Grafschafter Verhältnisse im Besonderen, zu informieren.

 

Die Mitarbeiter der Beratungsstelle stehen für die individuelle Planung und Durchführung den entsprechenden Gruppen zur Verfügung.

 

  • Betriebliche Suchtprävention

Abhängigkeitsstörungen von Mitarbeitern/-innen bedeuten für Arbeitgeber eine besondere Herausforderung und lösen häufig bei allen Beteiligten ein hohes Maß an Frustrationen, Gefährdung der Arbeitssicherheit und Störungen des Betriebsfriedens aus.

 

Durch eine auf den Betrieb zugeschnittene Betriebsvereinbarung „Sucht“ können ein Klima zur Enttabuisierung der Thematik schaffen, ein kompetenteres Personalmanagement ermöglichen, einen frühzeitigeren Zugang in den Behandlungskreislauf bahnen und zur Wiederherstellung des Betriebsfriedens führen.

 

Die Mitarbeiter der Beratungsstelle stehen für die individuelle Planung und Durchführung zur Verfügung.

 

  • Präventionsprojekt „RefleKs“

„RefleKs“ hat zum Ziel, das eigene Konsumverhalten zu reflektieren, persönliche Ressourcen zu aktivieren und Strategien für mögliche Konsumveränderungen zu entwickeln.

 

Das Projekt richtet sich an interessierte Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 14 bis 25 Jahren mit einem auffälligen Drogen- und/oder Alkoholkonsum.

Die Teilnehmer/-innen erhalten die Möglichkeit, sich mit ihrem gegenwärtigen oder vergangenen Konsum auseinanderzusetzen. Parallel dazu werden umfassende Informationen zu den Themen Konsum, Missbrauch und Abhängigkeitsentwicklung vermittelt.

 

Die Projektabende finden immer montags abends (in der Zeit von 18.00 bis 19.30 Uhr) in den Räumen der Drogenberatungsstelle statt.

Das Projekt ist kostenlos und wird auf Anfrage mehrfach im Jahr angeboten.

 

Anmeldung / Aufnahmeverfahren:
Jeder interessierte Teilnehmer kann sich persönlich oder telefonisch an die Beratungsstelle wenden.

Es wird dann mit dem Teilnehmer ein persönlicher Gesprächstermin vereinbart und das Projekt „RefleKs“ vorgestellt.

 

  • Gruppenangebot für Personen mit einer suchtmittelbedingten Fahrerlaubnisproblematik – „KuFe“ (Konsum und Fahrerlaubnis)

In diesem psycho-edukativ ausgerichteten Gruppenangebot besteht die Möglichkeit, sich mit anderen Betroffenen darüber auseinanderzusetzen, wie es zu der Teilnahme am Straßenverkehr unter Einfluss von Alkohol und/oder Drogen kommen konnte, welche Auswirkungen Suchtmittelkonsum haben kann, wie ein angemessener Konsum oder Abstinenz aussehen kann und wie dieser am besten umzusetzen ist.

 

6 Module á 100 Minuten / 1x monatlich:

  • Bearbeitung der zentralen Fragestellungen
  • Basiswissen Suchtmittelkonsum
  • Erörterung erforderlicher Veränderungen
  • Rückfallprophylaxe
  • Abschluss der Gruppenarbeit
  • Gruppengespräch mit einem Verkehrspsychologen

 

 

  • Selbsthilfegruppen

Bei vielen Problemen der Gesundheitsvorsorge (Salutogenese) und der Bewältigung von belastenden Lebenssituationen kann man als Betroffener oder als Angehöriger von einer Selbsthilfegruppe profitieren. Die Mitarbeiter vermitteln bei Bedarf an entsprechende interne oder externe Selbsthilfegruppen im Landkreis Grafschaft Bentheim.

 

Interne Selbsthilfegruppen:

 

Elterngruppe
Die Elterngruppe trifft sich jeden 1. Donnerstag im Monat um 19.30 Uhr in den Räumen der Drogenberatungsstelle und wird regelmäßig von einer Mitarbeiterin der Beratungsstelle begleitet.

 

Das Abhängigkeitsproblem des Kindes trifft die Eltern häufig unvorbereitet und führt zu weitreichenden negativen Folgen für das gesamte Familiensystem.

Betroffene Eltern können sich telefonisch oder persönlich an die Mitarbeiterinnen der Drogenberatungsstelle wenden und sich zuvor in einem Einzelgespräch umfassend informieren und beraten lassen.

 

Landesverband der Elternkreise Drogenabhängiger Niedersachsen e.V.
www.led-nds.de
Bundesverband der Elternkreise suchtgefährdeter und suchtkranker Söhne und Töchter e.V.
www.bvek.org

 

Lebenswerter
Die Gruppe „Lebenswert/er“ ist eine Selbsthilfegruppe für Jugendliche und junge Erwachsene mit einer Suchtproblematik. Hierbei handelt es sich um eine eigenständige Gruppe, welche sich wöchentlich dienstags in den Räumen der Drogenberatungsstelle trifft und einmal monatlich von einem Sozialpädagogen/Therapeuten begleitet wird.

 

Viele Mitglieder haben über Jahre hinweg Alkohol und/oder Drogen konsumiert. Die Teilnahme an einer Selbsthilfegruppe ist in der Regel fester Bestandteil eines cleanen Lebens.
In Vorbereitung auf eine Therapie und insbesondere in der Zeit danach wird im Austausch mit anderen Betroffenen über individuelle Schwierigkeiten gesprochen.
Wer Interesse an der Teilnahme in der Selbsthilfegruppe hat, kann über die Ansprechpartner (s.u.) mit der Gruppe in Kontakt treten.
Diese vermitteln dann ein Vorgespräch mit einem Gruppenmitglied, in dem mögliche Fragen geklärt sowie über die Regeln und den Ablauf des Gruppenabends informiert werden. Dieses Gruppenmitglied dient gleichzeitig dazu, dem Neuankömmling in den ersten Wochen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.

 

Spielergruppe
Die „Spielergruppe“ bietet die Möglichkeit, sich mit dem eigenen Suchtverhalten auseinanderzusetzen und aktiv etwas dagegen zu unternehmen.
Gemeinsam werden Hilfestellung und Lösungsvorschläge zu persönlichem Abstinenz-verhalten erarbeitet.
Die Gruppe bietet Raum, um über eigene Erfahrungen zu sprechen.

 

  • Haben Sie beim Glücksspiel schon mehr Geld eingesetzt, als Sie eigentlich wollten?
  • Haben Sie erfolglos versucht, weniger zu spielen?
  • Werden Sie unruhig oder gereizt, wenn Sie nicht oder weniger spielen?
  • Hat Ihr Umfeld Sie schon einmal wegen Ihres Spielens kritisiert?
  • Haben Sie sich schon einmal wegen des Spielens oder Ihrer Folgen schuldig gefühlt?
  • Haben Sie jemals versucht, durch erneutes Spielen Geld zurück zu gewinnen?
  • Haben Sie sich schon Geld geliehen, um spielen zu können?
  • Haben Sie schon etwas Illegales getan, um an Geld für Ihr Glücksspiel zu kommen?

 

Wer an der Gruppe teilnehmen möchte, meldet sich bei den Mitarbeitern der Drogenberatungsstelle, die dann den Kontakt vermitteln.
Ein Mitglied der Gruppe wird sich als „Pate“ um den „Neuankömmling“ kümmern.

 

14-tägig donnerstags um 19:30 Uhr trifft sich die Spielergruppe in der Drogenberatungs-stelle.

 

Externe Selbsthilfegruppen
Im Landkreis Grafschaft Bentheim wird ein buntes Angebot von Selbsthilfegruppen vorgehalten. Im „Arbeitskreis Sucht Grafschaft Bentheim“ kooperieren alle Selbsthilfegruppen und Institutionen der regionalen Suchthilfe. Unter anderem gibt der Arbeitskreis jährlich eine Broschüre mit der Auflistung aller Kontaktdaten heraus.

 

Arbeitstraining
Der Arbeitstrainingsbereich ist ein besonderes Merkmal der Einrichtung.


Dieser setzt sich zwei Schwerpunktaufgaben:

  • Die Schaffung von Beschäftigungsmöglichkeiten
  • die Wiedereingliederung in den allgemeinen Arbeitsmarkt. Dementsprechend dient sie der Teilhabe am Arbeitsleben bzw. der beruflichen Integration.

 

Zielgruppe:

  • überwiegend Menschen mit Abhängigkeitsstörungen / -gefährdungen
  • Klienten die Defizite in der schulischen und beruflichen Sozialisation aufweisen

 

Ziele:

  • Beschäftigung zur Erhaltung einer Alltagsstruktur
  • Heranführung an den Arbeitsprozess
  • die Erhaltung bzw. Förderung der Arbeitsfähigkeit
  • die Ableistung einer Gerichtsauflage

 

Arbeitsfelder:

  • Möbellager
  • Möbeltransportdienst
  • Holzwerkstatt
  • Fahrradwerkstatt
  • Garten und Landschaftspflege in verschiedenen Projekten
  • Wertstofftrennung

 

Alle Beschäftigungsprojekte erfüllen die Grundsätze gemeinnütziger Arbeit (Zusätzlichkeit, Gemeinnützigkeit, Arbeiten im öffentlichen Interesse). Darüber hinaus ist eine sozialpädagogische Begleitung der Klientel gewährleistet. Die Tätigkeit im Arbeitstraining nimmt eine umfassende, konzeptionell explizit gewünschte Motivationsförderung für die Klientel ein. Dieses stellt ein „Alleinstellungsmerkmal“ unserer Einrichtung dar!