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Die Fietse

Die "Fietse" - Alltagstauglich und Freizeitvergnügen

 

Profil Fahrrad

Foto: Anja Koch

 

 

 

„Wenn die Sonne scheint, die Winde wehn, und die Andern dumm an der Ampel stehn. Dann tret ich ins Pedal, und sage ihr könnt mich mal. Alle überholen, ich genieß den Tag, ich fahr so gerne Rad.“

 

Zugegeben, dieser alte Schlagertext ist nicht unbedingt die Krönung der Dichtkunst und doch drückt er ziemlich exakt aus, was viele Menschen mit dem Radfahren ver-binden: Unabhängigkeit, Naturverbundenheit, Entspannung, Genuss.
Die „Fietse“, das Fahrrad, ist auch eines der beliebtesten Fortbewegungsmittel im Landkreis Grafschaft Bentheim. Sie spielt im Alltag vieler Grafschafterinnen und Grafschafter eine unverzichtbare Rolle und ist auch für Touristen eine sportlich-entspannte Alternative zu Auto oder Nahverkehr.

 

Kein Wunder also, dass dem Thema Fahrrad innerhalb der Landkreisgrenzen ein hohes Maß an Aufmerksamkeit zu Teil wird. Viel Engagement, viele Ideen und viele finanzielle Mittel sind in der Vergangenheit in die Förderung des Radverkehrs geflossen.

 

Lorbeeren für dieses langjährige und andauernde Engagement: Durch die Siege im Wettbewerb „Fahrradfreundlichster Landkreis des Landes Niedersachsen“ in den Jahren 2007 und 2011 wurden die Leistungen des Landkreises Grafschaft Bentheim hinsichtlich der Infrastrukturausstattung und der innovativen Ansätze in der Radverkehrsförderung gewürdigt. Dazwischen, im Jahr 2008, ging der Titel „Fahrradfreundlichste Gemeinde Niedersachsens“ an die die Samtgemeinde Emlichheim. Im September 2013 wurde das Engagement der Samtgemeinde Schüttorf mit dieser Auszeichnung gekrönt. Und derzeit trägt der Landkreis selbst das Gütezeichen "Fahrradfreundliche Kommune Niedersachsen 2017-2021"

 

Radfahrer können in der Grafschaft Bentheim mit zahlreichen Serviceangeboten rund ums Rad rechnen – egal, ob sie als Radtouristen oder Radsportler unterwegs sind oder die Fietse im Alltag nutzen.

 

Für unsere radelnden Gäste stehen mehr als 1.000 km gut ausgebaute Radwege zur Verfügung und zahlreiche fahrradfreundliche Gastbetriebe sind speziell auf diese Besuchergruppe eingestellt. Wer unterwegs müde wird, kann in den Fietsenbus einsteigen und sein Rad auf den Anhänger packen – so lassen sich auch weitere Strecken locker an einem Tag bewältigen.

 

Durch die Lage direkt an der Grenze zu den Niederlanden können Radler auf ihren Touren auch Grenzen überschreiten. Auf der „kunstwegen-Vechtetalroute“ etwa lernt man auf 223 km einen grenzüberschreitenden Landstrich kennen, in dem sich die niederländische und deutsche Kultur verbinden. Das Besondere: die kunstwegen-Route führt zwischen der Grafschaft Bentheim und dem niederländischen Zwolle an 80 Kunstobjekten aus über 30 Jahren Kunstgeschichte entlang und bildet daher eines der interessantesten Freilichtmuseen Europas. Gleichzeitig leitet die Route durch die idyllische Landschaft entlang der Vechte. Orientierung für die Fahrt bieten die umfassende Beschilderung der Fahrradroute und eine kostenlose kunstwegen-App für das eigene Smartphone.

 

Für alle Radfahrer, die gerne mit elektronischer Unterstützung unterwegs sind, bietet die Grafschaft Bentheim einen ganz besonderen Service an. Mit dem landkreisweiten E-Bike-Verleihsystem können sogar kleinere Gruppen in der ganzen Grafschaft E-Bikes ausleihen. Nähere Informationen zu dieser und weiteren Serviceleistungen rund ums Rad gibt es beim Grafschaft Bentheim Tourismus www.grafschaft-bentheim-tourismus.de

 

Profil fahrrad 2

Foto: Anja Koch

 

Auch die Grafschafter Bürgerinnen und Bürger profitieren in ihrem Alltag von der Vorzugsstellung der „Fietse“. Die Grafschaft Bentheim hat ein ausgedehntes Radverkehrsnetz an den klassifizierten Straßen. Alle Kommunen des Landkreises sind über straßenbegleitende Radwege miteinander verbunden. Die 267 Kilometer Kreisstraßen sind zu über 80 % mit Radwegen ausgestattet und es wird weiter gebaut.

 

An den Bahnhöfen der Grafschaft Bentheim sorgen Radstationen dafür, dass Pendler und Schüler ihr Rad sicher unterstellen können und auch an Bushaltestellen entstehen mehr und mehr Abstellmöglichkeiten fürs Zweirad. „Asphalt statt Pflaster“. „Aktion Toter Winkel“, „Fahrradengel“ oder auch „Schutzstreifen außerorts“ sind weitere Bausteine, die den Alltag für Radfahrer sicherer und bequemer machen sollen.

 

All diese Maßnahmen sind zusammengefasst im „Leitbild Radverkehr“, das der Landkreis Grafschaft Bentheim im Jahr 2010 auf den Weg gebracht hat. Im Jahr 2016 wurde dieses Leitbild zu einem Radverkehrskonzept zur Fortentwicklung des fahrradfreundlichen Landkreises Grafschaft Bentheim fortgeschrieben und um aktuelle Themenfelder erweitert. Die Umsetzung wird durch die Planungsgesellschaft Grafschaft Bentheim im Kompetenzzentrum Radverkehr sichergestellt. Für Maßnahmen stehen jährlich i.d.R. 50.000 Euro zur Verfügung.
Künftige Schwerpunktthemen des Radverkehrskonzeptes sind z.B.:

 


  • Radverkehrsunfallanalyse
  • Fahrradfreundlichster Arbeitgeber
  • Verkehrssicherheitsarbeit
  • Lastenrad
  • Fahrradförderung im ländlichen Erschließungsstraßennetz
  • Öffentlichkeitsarbeit
  • Fahrradparken, Bike & Ride, Fahrradmitnahme im Fietsenbus und SPNV ab 2018
  • Migranten aufs Rad

 

Dem Fahrrad gehört die Zukunft, sagen Trendforscher voraus. Die Grafschaft Bentheim ist schon heute darauf eingerichtet: Wir fahren gerne Rad!