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Dienstleistung

Hotspot-Projekt „Wege zur Vielfalt - Lebensadern auf Sand“

Details zur Dienstleistung

 

Bei der Region "Südliches Emsland undnördliche westfälische Bucht" handelt es sich um den so genannten Hotspot 22, einen von 30 Hotspots der biologischen Vielfalt in Deutschland, die vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) identifiziert und benannt wurden. In diesem Hotspot 22 lief von 2013 bis 2019 das Verbundprojekt "Wege zur Vielfalt - Lebensadern auf Sand", welches durch das Bundesprogramm Biologische Vielfalt gefördert wurde. Ziel des breit angelegten Kooperationsprojektes war es, die regionaltypischen aber oftmals gefährdeten nährstoffarmen Sandlebensräume mit ihren typischen Tieren und Pflanzen zu erhalten und auszubauen.

 

 

Die 30 vom BfN ausgerufenen Hotspots sind Gegenden mit einer besonders hohen Dichte und Vielfalt an charakteristischen Arten, Lebensgemeinschaften und Lebensräumen. Das Projekt "Wege zur Vielfalt - Lebensadern auf Sand" dient dem Erhalt und der Vernetzung nährstoffarmer Sandstandorte. Außerdem soll es den Anwohnern die außerordentlich große biologische Vielfalt in ihrer Region nahebringen. Das Bundesumweltministerium stellte aus dem Bundesprogramm Biologische Vielfalt ab Oktober 2013 rund 2,6 Mio. Euro zur Verfügung. Das Bundesamt für Naturschutz begleitete das Naturschutzprojekt als Bewilligungsbehörde fachlich. Koordiniert wurde das sechsjährige Projekt vom Kreis Steinfurt. Projektpartnerwaren der Landkreis Grafschaft Bentheim, die Stadt Lingen und die Naturschutzstiftung des Landkreises Emsland in Niedersachsen sowie die Biologische Station Kreis Steinfurt, die Biologische Station Zwillbrock und die Universität Münster in Nordrhein-Westfalen.

 

 

Der Schutz und die Förderung der kulturhistorisch entstandenen, regionaltypischen Artenvielfalt standen im Mittelpunk. Im Rahmen des Projekts wurden mehr als 200 Maßnahmen auf über 125 ha Fläche umgesetzt. Unter anderem wurden Heiden und Magerrasen gepflegt, Heideweiher und kleine Fließgewässer renaturiert, Lehrpfade und Besucherlenkungseinrichtungen installiert und es wurden Art-Monitorings in Auftrag gegeben. Außerdem wurde eine umfangreiche Öffentlichkeitsarbeit durch Führungen, Vorträge, Workshops und Publikationen geleistet, um Bewohner*innen und Besucher*innen der Region auf die Naturschönheiten vor ihrer Haustür aufmerksam zu machen.

 

Hier finden Sie alle Publikationen des Projekts zum Download:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Abteilung Natur und Landschaft steht als Anlaufstelle für Fragen rund um das "Wege zur Vielfalt"-Projekt und Biodiversitätsthemen auch nach dem Projektende am 30.09.2019 zur Verfügung. Ansprechpartner ist Paul Uphaus (Abteilungsleiter) unter Tel. 05921/96 1612.

 

 

 

 

Die "Hotspots der Biologischen Vielfalt" sind ein Förderschwerpunkt im Bundesprogramm Biologische Vielfalt. Dieses Programm unterstützt seit 2011 die Umsetzung der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt. Gefördert werden Vorhaben, denen im Rahmen der Nationalen Biodiversitäts-Strategie eine gesamtstaatlich repräsentative Bedeutung zukommt oder die diese Strategie in besonders beispielhafter Weise umsetzen. Die geförderten Maßnahmen tragen dazu bei, den Rückgang der biologischen Vielfalt in Deutschland zu stoppen und mittel bis langfristig in einen positiven Trend umzukehren. Sie dienen dem Schutz und der nachhaltigen Nutzung sowie der Entwicklung der biologischen Vielfalt und gehen über die rechtlich geforderten Standards hinaus. Eine umfassende Öffentlichkeitsarbeit und die Beteiligung zahlreicher regionaler Akteure tragen dazu bei, das gesellschaftliche Bewusstsein für die biologische Vielfalt und die regionale Identität im Projektgebiet zu stärken.

 

 

Verbundprojekt des Kreises Steinfurt mit der Biologischen Station Kreis Steinfurt, der Biologischen Station Zwillbrock, der Naturschutzstiftung des Landkreises Emsland, dem Landkreis Grafschaft Bentheim, der Stadt Lingen (Ems) und der Universität Münster. Gefördert durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit sowie durch das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes NRW und durch das Niedersächsische Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz.