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Bürgerservice, Kreishaus + Politik

Gleichstellungsbüro

Aufgaben der Gleichstellungsbeauftragten

Geschlechtergerechtigkeit ist in der Verfassung festgeschrieben. Aufgabe der Gleichstellungsbeauftragten ist es, mit gesetzlichem Auftrag auf die Erfüllung des verfassungsrechtlichen Gebots hinzuwirken.

Grundgesetz Artikel 3 Abs. 2: "Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin."

Nieders. Verfassung Artikel 3 Abs. 2 Satz 3: "Die Achtung der Grundrechte, insbesondere die Verwirklichung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern ist eine ständige Aufgabe des Landes, der Gemeinden und Landkreise."

Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Grafschaft Bentheim

Arbeitskreis der Gleichstellungsbeauftragten im Landkreis Grafschaft Bentheim
Arbeitskreis der Gleichstellungsbeauftragten im Landkreis Grafschaft Bentheim

v.l.: Beate Sleefenboom (Samtgemeinde Emlichheim), Ilona Milius (Gemeinde Wietmarschen), Anke Bartels (Samtgemeinde Uelsen), Linda Borchers (Landkreis Grafschaft Bentheim), Anja Milewski (Stadt Nordhorn) und Andrea Winter (Samtgemeinde Neuenhaus), es fehlen Esther Maschmeier (Stadt Bad Bentheim) und Heike Schmale (Samtgemeinde Schüttorf) 

Für gleiche Rechte

Internationaler Frauentag am 8. März

Jedes Jahr am 8. März wird der Internationale Frauentag weltweit von Frauenorganisationen begangen. 

Er entstand im Kampf um gleiche Rechte für Frauen und Männer. Seit 1977 ist er von den Vereinten Nationen anerkannt.
Im Jahr 1911 gingen erstmals Frauen zum Internationalen Frauentag auf die Straße. Zentrale Forderung war das Wahlrecht für Frauen, das in Deutschland 1918 gesetzlich verankert und in 1919 erstmals angewandt wurde. Neben Arbeiterinnen- und Mutterschutz war eine weitere Forderung die gleiche Entlohnung für gleiche Arbeit. 

Aktuell besteht eine Entgeltlücke von 21 Prozent. Deshalb demonstrieren Frauen auch heute noch für die Gleichstellung von Frauen und Männern und fordern: 

  • Umverteilung von unbezahlter Familienarbeit und bezahlter Erwerbsarbeit zwischen den Geschlechtern
  • bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie bzw. Beruf und Pflege
  • mehr Frauen in Führungspositionen höhere gesellschaftliche und finanzielle Wertschätzung für frauendominierte Berufe
  • Frauen- und Menschenrechtsverletzungen, z.B. Zwangsheirat und -prostitution, weltweit bekämpfen

In der Grafschaft Bentheim wird der Internationale Frauentag seit vielen Jahren genutzt, um in unterschiedlicher Form an verschiedenen Orten auf die bislang noch nicht verwirklichte Gleichstellung von Frauen und Männern aufmerksam zu machen.

Plakat vom ersten Frauentag

Equal Pay Day am 7. März

19 Prozent beträgt noch immer die Lohnlücke zwischen Frauen und Männern. 

Nach wie vor belegt Deutschland mit diesem Ergebnis eine der Spitzenpositionen im europäischen Vergleich. Der EU-Durschnitt liegt bei 16 Prozent. Die Lohnlücke sank seit 2006 lediglich um zwei Prozentpunkte auf den heutigen Wert.

„Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“, das forderten bereits die Frauen, die vor genau 100 Jahren das Wahlrecht für Frauen durchgesetzt haben. Für eine echte Lohngerechtigkeit zwischen den Geschlechtern wäre eine breite gesellschaftliche Veränderungen nötig - insbesondere hinsichtlich der Rollenverteilung bei der Sorgearbeit.

Um darauf aufmerksam zu machen, flaggen die Gleichstellungsbeauftragten der Kommunen und des Landkreises in der Grafschaft vor den Rathäusern und der Kreisverwaltung die rote Equal Pay Day-Flagge. Bis zu diesem Tag - dem Equal Pay Day - müssen Frauen statistisch gesehen über das Jahresende hinaus arbeiten, um das Vorjahresgehalt von Männern zu erreichen.

Was ist der Gender Pay Gap?
Bei der Lohnlücke - auch Gender Pay Gap genannt - handelt es sich um den prozentualen durchschnittlichen Einkommensunterschied zwischen abhängig beschäftigten Männern und Frauen in Deutschland, errechnet vom Statistischen Bundesamt. Verglichen wird dabei der Durchschnitts-Bruttostundenlohn. Die Beschäftigten in Landwirtschaft, öffentlicher Verwaltung und Betrieben mit bis zu zehn Beschäftigten werden nicht berücksichtigt.

Warum gibt es den Gender Pay Gap?
Die Gründe dafür, dass Frauen weniger verdienen als Männer, sind vor allem struktureller Art.
Die Versorgung von Kindern oder pflegebedürftigen Angehörigen wird größtenteils von Frauen übernommen. Sie unterbrechen oder reduzieren ihre Erwerbstätigkeit familienbedingt und oft auch arbeitsmarktbedingt häufiger und länger als Männer. Ein Rückkehrrecht auf eine volle Stelle gibt es nicht. Teilzeit, Minijobs und Erwerbsunterbrechungen wirken sich negativ auf Gehaltsentwicklung und Aufstiegschancen aus. Deshalb sind Frauen seltener in Führungspositionen zu finden als Männer.
Dazu kommt, dass Frauen öfter als Männer in Berufen mit unterdurchschnittlichen Verdiensten arbeiten. Die Arbeitsanforderungen in Berufen mit hohem Frauenanteil - z.B. im sozialen Bereich - werden finanziell schlechter bewertet als in Berufen mit hohem Männeranteil.
Expertinnen und Experten kritisieren zudem, dass es immer noch politische Anreize wie z.B. das Ehegattensplitting oder die beitragsfreie Mitversicherung in der gesetzlichen Krankenversicherung gibt, die Frauen eher in eine Mutter- und Hausfrauenrolle oder in die Rolle der Zuverdienerin drängen, als ihnen Karrierechancen zu eröffnen.

Dies alles hat unmittelbare Auswirkungen auf die statistisch messbare Entgeltlücke – und am Ende des Erwerbslebens auch auf die Rente. Die aktuelle Rentenlücke zwischen den Geschlechtern liegt bei 53 Prozent.

Erster Schritt zur Gleichstellung: das Entgelttransparenzgesetz
Seit Januar 2018 sind Unternehmen mit mehr als 200 Beschäftigten durch das Entgelttransparenzgesetz verpflichtet, ihre Gehaltslisten offenzulegen. Diese Lohntransparenz ist ein Schritt auf dem Weg zur tatsächlichen Gleichstellung. Und gerade in Zeiten des Fachkräftemangels punkten Unternehmen, von denen Frauen wissen, dass sie nicht wegen ihres Geschlechtes schlechter bezahlt werden.Die Bundesarbeitsgemeinschaft kommunaler Frauenbüros und Gleichstellungsstellen - in der auch die Gleichstellungsbeauftragten der Grafschaft Bentheim organisiert sind - begrüßt das neue Gesetz: „Es schafft endlich Transparenz.“

Flensburger Erklärung: Gleichstellung digital

Im Rahmen der 26. Bundeskonferenz der kommunalen Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten Deutschlands wurde im September 2021 die "Flensburger Erklärung" verabschiedet, in der das hochaktuelle Thema "Digitalisierung" aufgegriffen wird.

Unsere Gesellschaft steht vor großen Veränderungsprozessen, die durch die Corona-Pandemie angetrieben wurde. Städte, Gemeinden und Landkreise müssen sich mehr denn je mit der Gestaltung von Digitalisierung befassen. Digitalisierung braucht konkrete Gestaltung, um den Menschen in ihren unterschiedlichen Lebenswirklichkeiten zu dienen.

Der dritte Gleichstellungsbericht der Bundesregierung hat sich mit der geschlechtergerechten Gestaltung der Digitalisierung befasst und konkrete Bereiche unserer Gesellschaft untersucht. Die Bundeskonferenz hält die Anwendung einer konsistenten Gleichstellungspolitik bei allen Digitalisierungsprozessen für unverzichtbar und bezieht sich mit diesem Positionspapier (siehe Download unten) auf die zentralen Impulse aus dem Gutachten für den Dritten Gleichstellungsbericht der Bundesregierung. Faire Beteiligung und Partizipation der bestausgebildeten Frauengeneration bei der Entwicklung von Technologien, Entwicklung einer geschlechtergerechten Arbeitswelt sowie der Schutz vor digitaler Gewalt und Diskriminierung stehen im Fokus.

Zum Ansehen und Herunterladen: Flensburger Erklärung (PDF | 0,61 MB)

Weitere Informationen finden Sie auf der Website www.frauenbeauftragte.org
Twitter: gleichberechtigt@bagkommunal // Hashtags: #gleichstellungistzukunft und #damenwahl

Projekte, Hilfen und Beratung

Studentin beim Lernen

audit berufundfamilie

"Ein Zertifikat wie dieses ist in Zeiten des Fachkräftemangels von großer Bedeutung", so der Landrat Uwe Fietzek, nachdem die Kreisverwaltung Ende 2021 zum sechsten Mal mit dem audit berufundfamilie ausgezeichnet worden ist. 

Damit setzt die Kreisverwaltung weiterhin auf eine familienbewusste Personalpolitik, die sich im Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte als wichtiger Vorteil zeigt. Bis 2024 sollen neben der Fortführung der bewährten Maßnahmen insbesondere eine Überprüfung des Arbeitszeitrahmens und das Arbeiten im HomeOffice sowie das Konzept des Desk-Sharing ausgebaut werden. 

Hierdurch und durch weitere Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie und ausdrücklich auch von Beruf und Pflege soll das Thema in der Kreisverwaltung mehr in die Breite getragen werden.

"Unsere Mitarbeiter:innen sollen neben ihrer Berufstätigkeit auch ihre Kinder erziehen und Angehörige versorgen können. Dabei sind Führungskräfte besonders gefragt, das Thema Vereinbarkeit von Beruf und Familie als Leitungsaufgabe im Blick zu haben," so Linda Borchers, Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises und Projektleitung des audit berufundfamilie. 

Die Ziele und Maßnahmen wurden in Absprache mit den Führungskräften sowie einer Arbeitsgruppe mit Beschäftigten und Mitgliedern des Personalrates erarbeitet und in einem Handlungsprogramm zusammengestellt. 

Unter anderem sind geplant:  

  • Vereinbarkeit von Beruf und Familie bzw. Pflege wird stärker in der Verwaltung, insbesondere bei den Führungskräften, und in der Politik verankert.
  • Verschränkung der derzeitigen Aktivitäten zur Digitalisierung mit denen der weiteren Verbesserung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie soll optimiert werden.
  • Die Qualifizierung von Führungskräften zur Umsetzung der familienbewussten Personalpolitik wird gefördert.

Das audit berufundfamilie unterstützt Unternehmen dabei, eine familienbewusste Personalpolitik nachhaltig umzusetzen. 

Weitere Informationen erhalten Interessierte im Gleichstellungsbüro.

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Unglückliche Frau am Fenster

Gewalt gegen Frauen

Jede Frau hat das Recht auf ein Leben frei von Angst, Gewalt und Bedrohung!

Hier finden Sie eine Sammlung verschiedener Hilfsangebote.

Gleichstellungsbericht des Landkreises Grafschaft Bentheim

Nach dem Niedersächsischen Kommunalverfassungsgesetz sind alle Kommunen verpflichtet, regelmäßig darüber zu berichten, mit welchen Maßnahmen sie den verfassungsrechtlichen Auftrag umsetzen, die Gleichberechtigung von Frauen und Männern zu verwirklichen, sowie über die Auswirkungen dieser Maßnahmen.

Nieders. Kommunalverfassungsgesetz § 9 Abs. 7:"Die Hauptverwaltungsbeamtin oder der Hauptverwaltungsbeamte berichtet der Vertretung gemeinsam mit der Gleichstellungsbeauftragten über die Maßnahmen, die die Kommune zur Umsetzung des Verfassungsauftrags aus Artikel 3 Abs. 2 der Niedersächsischen Verfassung, die Gleichberechtigung von Frauen und Männern zu verwirklichen, durchgeführt hat, und über deren Auswirkungen. Der Bericht ist der Vertretung jeweils nach drei Jahren, beginnend mit dem Jahr 2004, zur Beratung vorzulegen."

Hilfe für Mobbing Opfer

Ob im Büro, im Krankenhaus oder im Lehrerzimmer - heutzutage gibt es kaum noch einen Arbeitsplatz, an dem Mobbing kein Thema ist. Bedenklich ist dabei, dass zu 75% Frauen betroffen sind.

Der Arbeitskreis der Gleichstellungsbeauftragten im Landkreis Grafschaft Bentheim und das Büro für Selbsthilfe und Gesundheit möchten Betroffenen und Hilfesuchenden Rat geben und zur Seite stehen. 

Dazu gibt es eine Broschüre mit Informationen (PDF) zur Frage, was Mobbing ist, mit Handlungsmöglichkeiten für Betroffene und Ansprechpartnerinnen in der Grafschaft Bentheim.

Mobbingopfer und Betroffene in ähnlichen Stresssituationen haben die Möglichkeit, sich an das Gesundheitsamt des Landkreises zu wenden und mit der Psychologin Annegret Hölscher vom Büro für Selbsthilfe und Gesundheit ihre eigene Situation zu reflektieren. Außerdem unterstützt sie die Betroffenen mit Trainings zu Stress- und Krisenbewältigung und Selbstwertübungen.

Termine werden direkt mit der Psychologin Annegret Hölscher vom Büro für Selbsthilfe und Gesundheit vereinbart.

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