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18. Mai 2022

Leuchttürme für die berufliche Bildung in der Grafschaft

In einer gemeinsamen Sitzung des Schulausschusses mit dem Wirtschafts- und Tourismusausschuss Anfang Mai wurden das Projekt Campus Berufliche Bildung (CBB) Grafschaft Bentheim und der aktuelle Prozessstand vorgestellt.

Um die berufliche Bildung im Landkreis zu stärken, entwickelte sich vor zwei Jahren in der Grafschaft die Idee für einen gemeinsamen Berufsbildungscampus, den CBB Grafschaft Bentheim. Seit Anfang 2021 befassen sich nun der Landkreis und seit November 2021 eine Steuerungsgruppe aus Kreisverwaltung, Schulen, Kreishandwerkerschaft, Wirtschaftsvereinigung und der Lebenshilfe für soziale Berufe gemeinsam mit der Konzeptionierung und Planung. „Für den Landkreis und die hier tätigen Unternehmen ist die berufliche Bildung von großer Bedeutung. Sie muss insbesondere in Zeiten des Fachkräftemangels gestärkt werden“, umriss Landrat Uwe Fietzek das übergeordnete Ziel.

Dabei geht es dem Landkreis und den Partnern nicht darum, die berufsbildenden Schulen zu revolutionieren. Vielmehr soll der Campus Berufliche Bildung einen Ort zur beruflichen Orientierung sowie für lebenslanges Lernen schaffen, der jungen Menschen die duale Ausbildung als gleichwertige Alternative zu einem Studium aufzeigt und perspektivisch allen Bürgerinnen und Bürgern offen steht. „Wichtig ist ein breiter Beteiligungsprozess, der die verschiedenen Akteure adressatengerecht in den Prozess einbindet“, so Fietzek. Dementsprechend startete der Beteiligungsprozess im November 2021 mit einem extern moderierten Expertenworkshop, dem sich unter anderem eine Online-Umfrage bei Schülerinnen und Schülern anschlossen.

Einig sind sich Akteure und Steuerungsgruppe darin, dass der Campus auf drei grundlegenden Säulen fußen soll: Ein Lern- und Forschungszentrum soll Schülerinnen und Schülern attraktive Räumlichkeiten mit Wohlfühlfaktor bieten, die dem selbstorganisierten Lernen, der beruflichen Orientierung und der Begegnung, etwa mit Mitschülern oder Wirtschaftsvertretern, dienen. Weiterhin soll ein Innovationszentrum entstehen, in dem innovative Techniken wie 3D-Druck, künstliche Intelligenz oder augmented reality eingesetzt werden können. Mit zusätzlichen Lernzentren, die dezentral in den berufsbildenden Schulen angesiedelt werden sollen, werden neue und bestehende Berufe in den Fokus gerückt. Auch hier legt die Steuerungsgruppe Wert auf eine exzellente technische Ausstattung.

Vorgestellt wurde der Prozess im Manz-Saal des Kompentenzzentrums Wirtschaft von Kerstin Schmidt (Demographie lokal), die den Landkreis und die Steuerungsgruppe von externer Seite berät. Kreisrätin Gülker-Alsmeier, zuständig für die operative Umsetzung des CBB zog eine erste Zwischenbilanz: „Die positive Resonanz von Politik und Öffentlichkeit zeigt den breiten Zuspruch für den CBB, den wir als Antwort auf den Fachkräftemangel in der Grafschaft verstehen und als solchen nutzen sollten.“

Die nächsten Schritte

Im Rahmen einer lebendigen Diskussion mit den Ausschussmitgliedern konnte die Steuerungsgruppe hilfreiche Impulse mitnehmen. Herausgestellt wurden die Notwendigkeit von zusätzlichem Fachpersonal zur Führung des CBB sowie die Einbindung weiterer Akteure in den Beteiligungsprozess. Für die Ausgestaltung des Campus sowie dessen physischen Bau stehen im Haushalt des Landkreises Grafschaft Bentheim insgesamt sieben Millionen Euro zur Verfügung. Im nächsten Schritt sollen nun weitere Entwicklungsgruppen gebildet werden, um die drei Säulen des CBB unter Einbindung weiterer Akteure ausdifferenzieren und ein handfestes Grundkonzept festschreiben zu können. Die Planung des Leuchtturms Lern- und Forschungszentrum steht aktuell im Vordergrund, bis Ende des Jahres soll hierfür ein ausdifferenziertes Konzept erstellt sein, welches auch die Anforderungen der zukünftigen Nutzergruppen darstellt.

Kerstin Schmidt (Demographie Lokal)
Kerstin Schmidt (Demographie Lokal)

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