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Betriebliche Entwicklungsperspektiven bis 2026 als Teilergebnis der Unternehmensbefragung. Quelle: GEFAK mbH 2023.
Betriebliche Entwicklungsperspektiven bis 2026 als Teilergebnis der Unternehmensbefragung. Quelle: GEFAK mbH 2023.

28. November 2023

Unternehmensbefragung 2023 zeigt hohe Entwicklungsdynamik der Grafschafter Wirtschaft

Nach 2008, 2014 und 2018 hat die Wirtschaftsförderung des Landkreises Grafschaft Bentheim erneut eine Unternehmensbefragung im Kreisgebiet initiiert. Rund 260 Betriebe beteiligten sich im September 2023 an der Erhebung. Dr. Ulrich Dewald, Geschäftsführer der Gesellschaft für angewandte Kommunalforschung (GEFAK) stellte die Ergebnisse nun im Wirtschafts- und Tourismusausschuss des Landkreises vor.

Wie zufrieden sind die Grafschafter Betriebe mit ihren Standortbedingungen? Welche Anforderungen stellen sie an den Standort? Über die Kernfragen hinaus thematisierte die Befragung Bereiche wie Standortsicherung, Flächenbedarf, Fachkräftesicherung, Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Klimaschutz. Mit der Rückläuferquote zeigte sich Dewald durchaus zufrieden: „Insgesamt 27 Prozent aller angeschriebenen Unternehmen haben sich an der Befragung beteiligt. Für eine Erhebung dieser Art ist das eine sehr gute Quote.“ Die gute Datenbasis hilft den Mitarbeitenden der Wirtschaftsförderung nun bei der Planung weiterer Maßnahmen zur Unterstützung der Grafschafter Wirtschaft.

Hohe Entwicklungsdynamik

Laut Aussage des GEFAK-Geschäftsführers habe die Zufriedenheit der Wirtschaft am Standort Grafschaft Bentheim zwar leicht nachgelassen, bewege sich jedoch noch im guten Bereich. Bemerkenswert sei aus seiner Sicht die enorme Dynamik, die in den mittel- bis langfristigen Entwicklungsplänen der Unternehmen zum Ausdruck kommt. So planen viele Betriebe Standortmodernisierungen, Erweiterungen von Produktionskapazitäten oder Investitionen in Maßnahmen zur betrieblichen Nachhaltigkeit.

Fachkräftemangel trifft auch Unternehmen in der Grafschaft

Die hohe Entwicklungsdynamik verschärfe allerdings ein Problem, das mittlerweile in den meisten Betrieben der Grafschaft angekommen sei: der Fachkräftemangel. Die Ergebnisse zeigen, dass 65 Prozent der Befragten allein in den nächsten zwölf Monaten Bedarf an zusätzlichen Arbeitskräften haben. Weit oben auf der Wunschliste für 2024 stehen gelernte Arbeitskräfte im gewerblichen und technischen Bereich sowie Auszubildende. Doch auch ungelernte Arbeitskräfte bzw. Quereinsteiger werden gesucht. In praktisch allen Berufsrichtungen erwarten die Unternehmen Schwierigkeiten bei der Stellenbesetzung, einige spüren sie bereits.

Digitalisierung

Eher schlecht schneidet laut Dr. Ulrich Dewald die Zufriedenheit der Unternehmen mit der Mobilfunkabdeckung ab. Diese sei aus ihrer Sicht zwar der wichtigste Standortfaktor, die Versorgung jedoch mangelhaft. Gleichzeitig brachten die Ergebnisse eine deutlich gesteigerte Zufriedenheit der Betriebe beim Thema Breitbandausbau hervor. Bereits jetzt können mehr als 91 Prozent aller Unternehmen einen 1 Gbit-Anschluss buchen (s. Breitbandatlas der Bundesnetzagentur). Losgelöst von der infrastrukturellen Perspektive machte die Befragung deutlich, dass die Unternehmen dem Prozess der digitalen Transformation grundsätzlich eine hohe Relevanz zuschreiben. Sie gehen davon aus, dass der Unterstützungsbedarf in puncto Digitalisierung weiter zunimmt und verorten die größten Herausforderungen im Datenschutz, der IT-Sicherheit sowie im Ausbau der IT-Kompetenz ihrer Mitarbeitenden.

Hohe Zufriedenheit mit Service der Wirtschaftsförderung

Abgefragt wurde im Zuge der Unternehmensbefragung auch die Zufriedenheit der Teilnehmenden mit den Leistungen der Wirtschaftsförderung. Sie wurde als gut bis sehr gut bewertet. Als besonders beliebt erweisen sich die Angebote zur Unterstützung bei Digitalisierungsprozessen sowie zur Fördermittelberatung und -begleitung. Darüber hinaus zeichnet sich ein gestiegener Beratungsbedarf zu Energiethemen, etwa zur Einsparung von Energiekosten, ab.

Auf Grundlage der Befragungsergebnisse identifiziert die Wirtschaftsförderung des Landkreises Grafschaft Bentheim zwei wesentliche Handlungsschwerpunkte: den steigenden Fachkräftemangel und die Versorgungslücken im Bereich der digitalen Infrastruktur. „Dass sich der Landkreis federführend um den Ausbau des Mobilfunknetzes kümmert, lassen die aktuellen EU-Vorgaben leider nicht zu. Hier wäre ein Zuständigkeitswechsel zu begrüßen. Unterstützen können wir aber bei der Gewinnung und Sicherung von Fachkräften. Hierzu haben wir in 2021 eine groß angelegte Fachkräftekampagne initiiert und bringen jährlich im Rahmen der Wochen der Ausbildung 400 bis 500 Schülerinnen und Schüler mit potentiellen Arbeitgebern zusammen“, führte Ralf Hilmes, Leiter der Wirtschaftsförderung des Landkreises Grafschaft Bentheim, beispielhaft an. Er betonte, dass sein Team den Unternehmen im Kreisgebiet auch zukünftig in allen Belangen zur Seite stehe.

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