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Rüdiger Köhler (Kreisjägerschaft, SOS-Kitzrettung), Dr. Nils Kramer (Tierpark Nordhorn), Lisa Giese (Tierpark Nordhorn), Dr. Heike Weber (Tierpark Nordhorn) und Johannes Deiting (Tierpark Nordhorn)
Rüdiger Köhler (Kreisjägerschaft, SOS-Kitzrettung), Dr. Nils Kramer (Tierpark Nordhorn), Lisa Giese (Tierpark Nordhorn), Dr. Heike Weber (Tierpark Nordhorn) und Johannes Deiting (Tierpark Nordhorn)

24. Mai 2023

Wiesenvögel vor dem Mähtod retten

Wenn im Frühling die Wiesen sprießen und blühen, beginnt die Jungtierzeit. Rehe, Hasen, aber auch viele bedrohte Wiesenvögel wie Kiebitz und Brachvogel nutzen die Flächen, um dort ihre Jungtiere zur Welt zu bringen und ihre Nester anzulegen. Wenn dann die Ernte ansteht, sind diese so gut versteckt, dass sie für den Landwirt oft nicht zu sehen und damit beim Mähen der Flächen stark gefährdet sind. Der Bewirtschafter hat die gesetzliche Pflicht zur Absuche vor der Mahd. Dank des ehrenamtlichen Einsatzes vieler Freiwilliger, vor allem aus der Jägerschaft, werden diese Felder mit Hilfe von Drohnen und Hunden auf Jungtiere abgesucht. So können die Jungtiere vor Schaden bewahrt werden.

Mit der nun vorgestellten Bestimmungshilfe soll diese Arbeit unterstützt werden. Sie ist Teil von 20 „Retterpaketen“, die der Tierpark Nordhorn zusammen mit der Jägerschaft Grafschaft Bentheim und der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Grafschaft Bentheim (UNB) zusammengestellt hat. Neben Körben zur Jungtierrettung gibt es auch Markierstangen, mit deren Hilfe entdeckte Gelege vor Ort gekennzeichnet werden können, so dass sie bei der Feldbewirtschaftung geschont werden. Die Bestimmungshilfe war eine der ersten konkreten Maßnahmen, die anlässlich des „Brachvogelsymposiums“ zu Beginn des Jahres vereinbart wurden.

„Mit der Jungtierrettung leisten die vielen Aktiven einen wichtigen Beitrag zum Artenschutz!“, so Zoodirektor Dr. Nils Kramer. „Zusammen wollen wir die Situation und die Kenntnis über die Wiesenvögel verbessern!“ Als regionales Arten- und Naturschutzzentrum setzt sich der Tierpark Nordhorn auf seinen rund 170 Hektar Außenflächen für den Erhalt bedrohter Landschaften ein. Mit seiner Auffangstation übernimmt er überdies mittlerweile niedersachsenweit die Aufzucht und Wiederauswilderung von Wiesenvögeln, insbesondere Brachvögeln. „Unser Ziel ist es, mittels der Bestimmungshilfe die Artenkenntnis der aktiven Jungtierretter zu erhöhen und so die Gelege in den Wiesen zu erhalten!“, ergänzt Lisa Giese, Projektmitarbeiterin im Brachvogelschutz.

„Im ganzen Landkreis sind unsere Hegeringe und mehrere Drohnenvereine in der Jungtierrettung aktiv! Gerade jetzt beginnt die Hochsaison, wir sind täglich draußen im Einsatz!“, so Rüdiger Köhler, Vorsitzender der Grafschafter Jägerschaft. „Als Naturschützer ist dieses Engagement für uns Jäger selbstverständlich!“ Insgesamt über 1500 Mitglieder sind in der Jägerschaft aktiv. „Der Brachvogel ist für uns eine wichtige Schirmart, durch deren Schutzbemühungen das ganze Ökosystem profitiert.“

Auch die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises Grafschaft Bentheim unterstützt die Aktion. Die Grafschaft hat als einer der wichtigen Lebensräume für Wiesenvögel eine überregionale Bedeutung. Mit eigenen Förderprogrammen und Wiesenvogelschutzzentren ist der Landkreis hier sehr aktiv. Dabei liegt natürlich auf dem Erhalt und der Stützung der Grafschafter Wiesenvogelpopulation ein ganz besonderes Augenmerk. „Ganz im Sinne des Niedersächsischen Weges freuen wir uns über die Zusammenarbeit hier in der Region!“, so Johannes Deiting, Mitarbeiter der UNB. „Um die Bestände der Wiesenvögel zu erhalten, brauchen wir die Bündelung unserer Kräfte.“

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